Test: The Witcher 3 Wild Hunt [Xbox One]

Test: The Witcher 307. Juni 2015 - The Witcher 3 Wild Hunt – Bandai Namcos Antwort zu Dragon Age 3!

The Witcher 3 wurde vom relativ kleinen Entwicklerstudio CD Projekt Red entwickelt und hat als Publisher Bandai Namco. Neben dem bereits im November 2014 erschienenen Dragon Age 3 ist es das nächste große epische Rollenspiel für die Next-Gen Konsolen. Doch ist es besser als Dragon Age 3 oder hat Dragon Age einfach die Maßstäbe zu hoch gesetzt? Das Spiel wurde auf der Xbox One mit zwei unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden getestet. (The Witcher 3: Wild Hunt, Lösung, Videos, Test, Screenshots, The Witcher 3: Wild Hunt kaufen)

Der Mulle sagt:

„Doch fangen wir erstmal mit dem offensichtlichen an, wie ist die Grafik und Atmosphäre?“

Hier haben die Entwickler wirklich ganze Arbeit geleistet. Zwar ist die Grafik nicht das Nonplusultra, so wirken die Oberflächen bei Regen einfach nur glänzend und nicht nass, aber dennoch ist die Grafik wirklich sehr detailliert und auch lebensecht. Weil ich gerade vom Regen geschrieben habe, hier hat The Witcher 3 deutlich bessere Wetter-, Tag- und Nachtwechsel als Dragon Age 3. Das Wetter wirkt stellenweise so realistisch, dass wenn ein Sturm in Temerien herrscht, man das Gefühl hat mit drinnen zu stehen. Zwar hätte man den Regen besser gestalten können, da man dieses stellenweise nur daran erkennt das die Oberflächen glänzen, aber wollen wir mal nicht ganz so penibel sein. Der Tag- und  Nachtwechsel wirkt dank seiner gelungenen Sonnenaufgänge bzw. Sonnenuntergänge sehr realistisch. Doch auch die Charaktere die man auf seinen Reisen trifft haben alle eine gute Geschichte und einen Hintergrund. Dies Alles sorgt für eine sehr gelungene Atmosphäre, welche Dank des Wetters etwas besser ist als bei Dragon Age 3.

 

„Rollenspiel oder Action-Adventure?“

Ja Ok, jetzt werden Alle sagen „The Witcher 3 ist doch klar ein Rollenspiel!“, doch bin ich hier leider nicht ganz so der Meinung. Für mich als Rollenspielfanatiker fehlen hier ganz wichtige Punkte um es als Rollenspiel zu definieren. Es fängt hier bereits schon bei der Wahl der Klasse an, ja klar ich kann bzw. ich muss mich während des Levelns entscheiden auf was ich mich spezialisiere, doch hat man immer dieselbe Klasse und kann eigentlich alles. Dazu kommt noch, dass man keine Wahl in Bezug auf Waffen hat, zwar findet man hier und da eine Axt, doch sind die immer wesentlich schlechter als die Schwerter die man immer trägt. Auch beim Abschließen der Quests gibt es für mich zu wenige Möglichkeiten. Ok es gibt hier und da Quest wo man wirklich entscheiden muss und auch dann dem entsprechende Konsequenzen spürt, aber dennoch ist es zu wenig. Versteht mich jetzt nicht falsch, das sind alles keine Kritikpunkte, sondern Feststellungen warum das Spiel eher ein Action-Adventure ist und kein Rollenspiel, schließlich ist GTA V ja auch kein Rollenspiel.

 

„Auf geht es die Welt zu erkunden!“

In The Witcher 3 wird Open World und Erkunden ganz groß geschrieben! Kaum hat man das Spiel gestartet und schon kann man die Welt bereisen. Zwar hat man am Anfang nur das erste Gebiet, welches zwar mit Abstand das kleinste Gebiet ist, aber dennoch ziemlich groß ist und auch hier schon ca. 7-10 Stunden am Erkunden ist. Wenn man in das zweite Gebiet gelangt, darf man auch schnell erfahren was Open World bedeutet, einmal falsch abgebogen und schon steht man vor einem Monster welches einem nur beim Anblick töten kann. Neben der riesigen Welt mit den vielen zu entdeckenden Gebieten gibt es auch unzählige Quests, Hexeraufträge und Schatzsuchen. Die Welt sollte man auch erkunden, da man beim Erkunden immer wieder auf neue Rezepte und Schemas für seine Alchemie und Handwerkkunst findet, welche man brauch um besser gegen die Monster anzukommen.

 

„Stahlschwert oder Silberschwert“

Während des Durchstreifens der Welt trifft man immer wieder auf Monster und Banditen, wobei die Banditen kein Problem darstellen, sind die Monster stellenweise ein ernstes Problem. Wenn man ein Monster seiner Gattung tötet erfährt man seine Schwächen  und was für Öle, Bomben oder Zeichen effektiv sind. Auf den höheren Schwierigkeitsgraden sollte man auch diese Schwächen ausnutzen, da die Kämpfe auf dem Schwierigkeitsgrad „Todesmarsch“ äußerst schwer sind. Leider ist auch hier einer der größten Schwächen des Spiels. Da man nur bei Banditen Parieren kann, muss man bei Monstern ausweichen. Da die Bäume und anderen Hindernisse hinter einem unsichtbar werden, um somit eine bessere Übersicht zu gewährleisten. Erkennt man leider nicht wenn man am Ausweichen ist, dass bereits an irgendeinem Baum hängt und nicht mehr ausweichen kann. Alles im Allem ist das Kampfsystem auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad vergleichbar mit dem Kampfsystem von Dark Souls. Bei dem Test habe ich das Spiel auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad gespielt, alle Ansichten basieren darauf!

 

Fazit

Mit The Witcher 3 hat Bandai Namco eins für mich der besten Action-Adventure mit Rollenspielelementen des ersten Halbjahres 2015. Die 70 € für dieses Spiel sollte man wirklich ausgeben, damit man die tolle Grafik und Story genießen kann, auch die 25 € für den Season Pass sollte man investieren, da man hier nochmal weitere 30 Stunden Story dazu bekommt. Ein Vergleich mit Dragon Age 3 ist eigentlich nur in den Punkten Atmosphäre und Grafik möglich, bei diesen Punkten nehmen sich beide Spiele nichts.

Gesamtwertung: 87%

 

Der Jo sagt:

Dann mal noch meine zwei Cent an Kommentaren zum Spiel, da der Mulle schon ziemlich alle wichtigen Punkte abgedeckt hat.

 

„Hattest du eigentlich die anderen beiden Teile gespielt und kannst da mit einem Vergleich aufwarten?“

Nope, habe ich nicht, hätte ich aber vielleicht tun sollen, wenn die beiden anderen Teile so sind wie der hier. Denn konzeptionell mag ich ja Rollenspiele, nur leider sind sie eben auch Zeitlöcher und als Sehr-viel-Spieler bleibt einem ja auch immer nur ein begrenztes Zeitkontingent, insbesondere wenn man versucht nebenbei noch Arbeit und ein halbwegs funktionierendes Sozialleben auf die Reihe zu bekommen ;-). Doch zurück zum Thema: ich hatte mir, da wir leider kein Muster bekommen haben und ich unsicher ob des Kaufs war, einfach mal eine Stunde Lets Play des Herrn Beam (https://www.youtube.com/user/BeamLPP) angeguckt und fand das schon sehr schick. Und dann eben auch die 90€ fürs Downloadkomplettpaket auf der One investiert (Hier muss ich alleine wegen des Preises seeeeehr neidvoll Richtung PC blicken).

 

„Sieht halt auf dem PC auch einfach mal geil aus..mit ner Titan X an Board“

Jau, und ich las ein (angebliches) Entwicklerstatement, dass die One Version die „schlechteste“ ist. Das ist Jammern auf ziemlich hohem Niveau zugegebenermaßen. Das Spiel ist doch ziemlich hübsch geworden, nicht wie die Grafikreferenzhuren des Systems, aber doch schon schick. Und um den restlichen Technischen Krimskrams abzuarbeiten: Das Spiel funktioniert sehr gut und flüssig mit kurzen Ladezeiten, Steuerung zu 95% perfekt (Die Pferdesteuerung ist manchmal einfach zu nervig) und das Sounddesign hammer (wie oben schon steht, wenns stürmt, ist der Eindruck wirklich so, als wäre es im Wohnzimmer). Aber auf dem PC ist Witcher wirklich ein Grafikfeuerwerk.

 

„Ich bin trotzdem noch etwas traurig, dass oben Action-Adventure steht.“

Ist aber so, und ich bin sehr glücklich damit, dass es sich eher wie ein Action-Adventure mit Questerfüllung anfühlt. Und ich mag Quests, insbesondere Nebenquests, deswegen hab ich auch die ersten Stunden nur damit verbracht und die Hauptstory ignoriert. Einfach toll. Ich habe mich hier an das großartige AC Brotherhood zurückerinnert gefühlt, bei dem ich auch nur durch Rom gelaufen bin um Dinge zu erledigen. Genauso ist es hier: Warum Schnellreisepunkte benutzen, wenn man auch laufen und reiten kann und dabei neue interessante Punkte auf der Karte findet. Und es gibt so viel zu entdecken, soviel zu leveln und so viele Arten das Spiel zu spielen. Ich habe etwas von 36 verschiedenen Enden gelesen, so hat wirklich jeder ein individuelles Abenteuer und das ist dem Spiel hoch anzurechnen. Jeder kann nach seinem Tempo spielen und genießen.

 

„Und du spielst also auf einfach wenn ich das beim Mulle richtig interpretiert habe“

Jau mach ich. Ich finde es sinnlos mich durch ein Spiel auf Ultraschwer zu quälen um dann ggf. festzustellen: Story ist Dreck, Spielmechanik bekackt, das Spiel schlicht unfair und dann zusätzliche Stunden mit einem Spiel verschwendet (siehe mein erster Absatz) zu haben. Sowas hebe mich mir dann fürs zweite Mal Durchspielen auf, was ich bei ausreichend vielen Titeln mache. Ich will entspannen und mich nicht noch zusätzlich aufregen, dass ein Spiel mich verarscht (Und JA ich habe trotzdem Dark Souls gespielt). Beim vorliegenden Spiel ist es so: „einfach“ ist wirklich extrem entspannt, Gegner die einige Level höher sind stellen auch in größeren Gruppen kein sonderliches Problem dar, aufpassen und nicht komplett Augen-zu-und-durch gilt es dennoch zu beachten. Das ist definitiv pures Geschichte erleben. Dieses Spiel werde ich allerdings definitiv nochmal auf schwer spielen, davon hat es mich schon überzeugt, auch wenn Plötze (das Pferd) manchmal etwas störrisch ist. Denn ich hab jetzt trotzdem nach den ganzen bisherigen Stunden das Gefühl: irgendwo haste noch was übersehen.

Also liebe/r Leser/in (auch die Witcher Neulinge wie ich) solltest du aus unerfindlichen Gründen das Spiel noch nicht haben: so hole dies bitte nach, der Entwickler hat dein Geld mehr als verdient ;-)

Was die Wertung angeht, schließe ich mich dem Mulle an, für nen Gold Titel fehlt mir noch der ich ignoriere-das-schöne-Wetter-und-zocke-lieber Faktor. Wir lesen uns dann demnächst bei LEGO Jurassic World und später bei Tour de France 2015 wieder.


Das folgende Gesamtergebnis ergibt sich aus dem MIttelwert beider Bewertungen.

 Publisher: BANDAI NAMCO Games

Hersteller: CD Projekt

 

Test zu The Witcher 3: Wild Hunt (Xbox One) geschrieben am 06. Juni 2015 von Der_Jo und Mulle

Test vom


              


Weitere Links zum Spiel The Witcher 3: Wild Hunt:

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Altersfreigabe

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