Test: World Rally Championship 4 (WRC 4)

News: WRC420. Februar 2014 - World Rally Championship 4 (WRC 4) im Test für den PC
WRC 4, ein von der FIA lizensiertes und der Saison 2013 entsprechendes Rallyspiel, ist uns neulich zwischen die Finger gekommen und wurde sofort einmal genauer unter die Lupe genommen. Wie viel Spaß das Donnern über die verschiedenen Untergründe macht und was das Spiel sonst noch zu bieten hat, erfahrt ihr hier. (WRC 4 - FIA World Rally Championship, Videos, Test, Screenshots, WRC 4 - FIA World Rally Championship kaufen)

 

 
Vorab:

Nach der Installation von WRC 4 kann es sein, dass das Spiel nicht starten will. Schuld daran könnte eine fehlende .dll sein, was sich aber schnell durch die (Neu-)Installation der neuste DirectX-Version beheben lässt. Startet das Spiel ordnungsgemäß, so sollte man ein Fenster mit verschiedensten Einstellungsmöglichkeiten (Sprache, Grafik, etc.) sehen und mit einem Klick auf [OK] ins eigentliche Spiel gelangen. Beim ersten Start werden dann auch noch ein paar Eingaben für die Spielfigur/den Rennfahrer nötig, die man aber auch nachträglich noch anpassen kann.


Grafik:

8 von 10Bei einem Rallyspiel erwarte ich schöne, abwechslungsreiche Landschaften, originalgetreue Autos und auch ein paar Zuschauer entlang der Strecke. Diese Punkte sind in WRC 4 allesamt erfüllt, was ein gutes Gesamtpaket ergibt und für eine angenehme Atmosphäre sorgt. Aber dazu unten mehr. Bei  genauerem Hinsehen gibt es jedoch kleine Abstriche, die den Spaß ein wenig trüben können. Einer dieser Punkte sind gerade die Zuschauer. Diese sind nämlich ein wenig  unscharf dargestellt, treten doppelt auf und haben kein großes Bewegungsrepertoire. So schauen sie immer in eine Richtung und drehen sich nicht dem Auto hinterher. Und im Ziel fotografieren die Fotografen am Auto vorbei (man ist schon durch das Ziel durch, da wird erst der (nun leere) Zielbereich geknipst). KI der Zuschauer: mangelhaft.


Sound:

9 von 10Der Sound in WRC 4 ist meiner Meinung nach gut gelungen. Ich bin zwar selber noch nie in einem Rallyauto mitgefahren, aber es hört sich schon so an, wie man es im richtigen Leben vermuten könnte. Durch die fehlende Rückwand und den damit verbundenen großen Hohlraum hinter den Vordersitzen gibt es einen großen Klangkörper, der die Fahrgeräusche verstärkt. Außerdem hört man die wechselnden Untergründe sehr schön. Auf Schotter die vielen kleinen, aufgewirbelten Steinchen, im Schnee fast gar nichts und auf asphaltierten Straßen hört man die quietschenden Reifen, wenn man sehr hart bremst oder lenkt.


Steuerung/Fahrphysik:

9 von 10Die Steuerung und Fahrphysik ist wie bei jedem Rennspiel am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber nach den ersten 10 Kurven hatte ich mich schon daran gewöhnt. Die Tastenbelegungen selbst kann man sehr frei und vielfältig einstellen, nur im Menü sind sie vorgegeben. Das Menü selbst ist sehr schön und übersichtlich gehalten, mit [Enter] wird bestätigt, mit [Esc] gelangt man zurück. Zum Fahren kann man alle Tastenbelegungen selbst festlegen, braucht sich also nicht anzupassen, sondern kann sich an anderen Spielen orientieren. Die Fahrphysik der Autos gefällt mir, genauso wie deren Aussehen und die Auswahl der Kamerapositionen. Gesteuert wird das komplette Spiel ausschließlich über die Tastatur. Setzt man seinen Wagen gegen einen Baum o.ä., so gehen auch einige Dinge kaputt. Nur erscheint mir manches, wie z.B. die Karosserie, zu beständig und unkaputtbar. Auch die Räder bleiben immer am Wagen, selbst wenn man mit aller Gewalt immer wieder mit derselben Stelle gegen ein Hindernis donnert. Das Schadensmodell hat also großen Nachholebedarf. Sollte doch einmal ein Teil, wie die Motorhaube, weggeflogen sein, so sieht man an dessen Stelle nur ein schwarzes Loch und keinen Motor. Auch der Unterboden ist sehr undetailliert gehalten und besteht zum Großteil aus einer ebenen Fläche.


Gameplay:

8 von 10 Man hat verschiedene Spielmodi zur Auswahl, je nachdem, wie viel Zeit man gerade zum Spielen hat. Für eine kurze Runde gibt es das 'Schnellrennen', welches zufällig eine Strecke, eine Klasse und ein Fahrzeug festlegt und euch eine Etappe fahren lässt. Der 'Rally-Modus' dagegen hat eine große Auswahl, bei der ihre alles selbst festlegen könnt. Entweder eine einzelne Etappe, eine Rally (6 Etappen), oder eine ganze Meisterschaft sind möglich, dabei könnt ihr Ort, Zeit und euer Team frei wählen. Das richtige Rennerlebnis kommt aber erst in der 'Karriere' auf. Hier hat man ein eigenes Büro mit Rennkalender, Fernseher (Rangliste), Tablet (Neuigkeiten) und Laptop (E-Mails). Natürlich gibt es auch einen 'Mehrspieler'modus, in dem ihr entweder online, oder offline an einem Rechner, gegeneinander fahren könnt. Der Teil am Spiel, der mich aber richtig stört, sind die sich immer wiederholenden E-Mails und Nachrichten. Jedes Mal das Selbe. Und manche Sätze davon noch nicht einmal grammatikalisch richtig. Also bitte Milestone. Für über 50€ sollte sowas nicht passieren!! Mehr Abwechslung in den Texten hätte schon sein können.


Atmosphäre und Strecken:

8 von 10 Die Atmosphäre ist, wie oben schon erwähnt, durch die vielen Elemente ziemlich warm. Überall entlang der Strecke stehen ab und an Menschen, es liegen Holzstapel im Wald, auf dem See schwimmt ein Wasserflugzeug, Häuser sind vorhanden und auch die Aussichten sind sehr schön weitläufig. Der nervige Punkt hier ist allerdings, dass man die Strecke nicht großartig verlassen kann, sondern sofort wieder zurückgesetzt wird bzw. gegen unsichtbare Wände fährt. Die Werbebanner vor den Zuschauern sind natürlich so stark, dass man nicht durchfahren kann, Holzzäune mit einer Latte kann man auch nicht kaputtfahren und Strohballen sind sowieso aus Stahl. Möchte man an einem dieser Elemente vorbei, oder verlässt die Strecke um ein paar Meter, so wird man entweder sofort zurückgesetzt, oder man fährt gegen unsichtbare Wände. Nicht so toll. Ein wenig mehr Entdeckungsspielraum wäre auch hier schön gewesen. Abkürzen (bzw. lange Kurven geradeaus zu durchfahren) wird so nämlich auch schwierig. Die Rallys selbst sind schön abwechslungsreich und teilweise herausfordernd, jedoch sind die Etappen nicht sehr lang. Bei manch anderen Rallyspielen hat man Etappenlängen von 15 Minuten, hier sind es um die 5. Außerdem ist eine Rally nicht wie bei anderen Spielen eine Verknüpfung von Etappen zu einer langen Strecke, sondern eher eine Fahrt in einem bestimmten Bereich mit Abwandlungen. Das Gebiet ist also ziemlich beschränkt und verschiedene Streckenführungen in einem Bereich entstehen nur durch andere Abzweigungen. Man kommt somit während einer Rally mehrere Male an gleichen Stellen vorbei. Auch hier wäre ein weitläufigeres Streckennetz wünschenswert.


Fazit:

WRC 4 ist als Rallyspiel im eigentlichen Sinne gut geeignet und macht schon ziemlich viel (Fahr-)Spaß. Wer jedoch auch ein wenig auf das Gesamtpaket achtet, der wird sicher den ein oder anderen Punkt finden, der nicht so toll umgesetzt ist. Man muss aber auch sagen, dass es schöne Video-Einspieler gibt und eine Erklärung zu den Besonderheiten einer jeden Rally. Die Bedienung und Menüführung sind ebenfalls sehr einfach und selbsterklärend. Ein wenig mehr Bewegungsfreiheit und Realismus wären aber trotzdem nicht verkehrt. Wem würde ich das Spiel empfehlen? Jedem der gerne Rally fährt und nicht allzu viel Wert auf das Drumherum legt. Denn mit der Zeit werden einige andere Dinge ein wenig nervig.

 

 

Systemanforderungen:

 

WindowsXP SP2, Windows Vista, Windows 7
Prozessor: Intel2.4 GHz
Speicher: 1 GB RAM
Grafik: NVIDIA Geforce 8800 GT oder AMD Radeon HD 3870 or höher mit 512 MB
DirectX: Version 9.0c
Festplatte: 4100 MB freier Speicher

 

Publisher: Bigben Interactive

Hersteller: Milestone

 

Test zu World Rally Championship 4 (WRC 4) geschrieben am 20. Februar 2014 von BassTii

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