Test: Titanfall

Test: Titanfall09. September 2014 -Titanfall für die Xbox One getestet

Erste Regel: „Don't believe the hype". Zweite Regel „Don't believe the hype". Das sollte Dir liebe/r Leser/in die Frage beantworten, warum der Titanfall Test erst jetzt kommt. Und gehypt wurde das Spiel inklusive eigener One Konsole und Controller ja immens. Bleibt die Frage, ob diese Erwartungshaltung erfüllt wird, schließlich ist es ein reines Online Multiplayer Spiel und Bedarf auf den Microsoft Konsolen einer XBOX Live Gold Mitgliedschaft. 

 

„Öhm, na und? Ich spiele schon die ganze Zeit Call of Duty im Multiplayer und ein Gold Account ist eh ein Muss, schon alleine wegen der ganzen Spiele, die man mittlerweile geschenkt bekommt“

Das ist schön für Dich und das mit Gold stimmt natürlich. :-) Ich allerdings mache um die MP Anteile von Spielen gerne einen großen Bogen. Das letzte Mal, dass ich mich gegen „echte“ Gegner gemessen habe, war zum Release von Quake 3 Arena und dem originalen Unreal Tournament, da war ich 19 und das war einfach lustig auf einer LAN oder via 56k-Modem PvP zu daddeln. Außerdem habe ich keine Lust von 13 jährigen Kindern mit mehr oder weniger freundlichen Namen tituliert zu werden.

 

„Ok.. du bist also alt. Außerdem ist das Spiel ab 18, da kann ja wohl der Hersteller und der Publisher nichts dafür, dass das Minderjährige zocken.“

Bevor Du jetzt noch das Wort „n00b“ aussprichst (zumindest was MP Titel angeht) gebe ich Dir Recht, die Schuld liegt bei jemand anderen und das auszudiskutieren würde mehrere Seiten beanspruchen. Deswegen lieber zurück zum Spiel.

 

 

„Eben, deswegen bin ich hier, weil ich wissen will ob sich ein bzw. dieser MP Titel zum Vollpreis lohnt“

Ja tut es, definitiv.

 

„So direkt? Und warum? Wenn ich die Ausführungen oben lese, muss dich das ja schon etwas geflasht haben für so eine Aussage?“

Zu allererst, die oben erwähnten UT und Q3A waren ebensolche Vollpreis-Spiele und machten richtig, richtig Bock. Und genauso ist es mit Titanfall. Das Warum kläre ich in hoffentlich ausreichend prägnanten Gedanken. Der Chat lässt sich bei Bedarf stumm schalten und dann stören auch die Kinder nicht mehr. Das Spiel ist schnell, also richtig schnell und die Kombination zwischen Titan FPS und normalem FPS Kampf ist wunderbar ausbalanciert. Die Grafik auf der One einfach toll. Das Kartendesign ausgeglichen, durchdacht und macht Laune.

 

„Story?“

Der war gut. Hauchdünn ist sie am Rande vorhanden, ist ja auch klar und auch richtig so. Nein, was den eigentlichen Ausschlag gibt, warum Titanfall ein Hammerspiel ist, sind die in 12min unterteilten Kämpfe. Und was da entsteht, mit den Mitspielern und Bots, ist purer „cluster fuck“, einfach wunderbares, spaßiges Chaos. Ich habe mich dabei erwischt, dass mein Einspielen knappe 3h gedauert hat und mir es vorkam wie 5min. Man will einfach immer weitermachen und diesen großartigen Team Deathmatchs, Capture the Flags, Basen besetzen oder Last Man/Titan Standings immer noch eine Runde abgewinnen. Parallelen zu der bereits mehrfach erwähnten UT/Q3A Zeit taten sich auf.

 

„Ich bin kurz davor in den Laden zu gehen und mir es doch zu holen, gibt es noch Ergänzungen?“

Jau. Wie in neuen Spielen üblich gibt es ein Levelsystem, das einen befähigt neue/bessere Waffen zu bekommen, sich selbst und den Titan zu customisen. Sogenannte Burn-Cards lassen sich einsetzen, um sich im Spiel kurzzeitige Vorteile zu verschaffen. Und natürlich das damit einhergehende kurzzeitig befriedigende Gefühl, dass wieder ein Level geschafft ist.

 

„Für jemand, der keine Multiplayer Spiele zu mögen scheint, ist das eine ziemliche Lobeshymne, da hat doch bestimmt der Publisher seine Finger im Spiel? Es muss doch auch ein paar negativ Punkte geben!“

Zweiter Punkt zuerst: Ja, ich wurde mehrmals aus dem Spiel gekickt (komischerweise immer nach Ende der Runde) trotz 100Mbit downstream und 4Mbit upstream und keine Ahnung warum. Xbox Live war die ganze Zeit online. Verzögerungen im Spiel habe ich sonst keine erlebt. Die Frage muss auch gestellt werden, warum die Levelpunkteberechung gefühlt auf den Servern erfolgt und das nicht lokal gemacht wird. Ansonsten ist mir kein wirklich negativer Punkt aufgefallen. Zum ersten Punkt: Die Lobeshymne kommt aus tiefsten Herzen. Ich hatte keinerlei Erwartungen (s. auch Wolfenstein – The New Order) und das Spiel hat es kinderleicht und aus eigener Kraft geschafft mich zu überzeugen und mir pures Vergnügen zu bereiten. Vielleicht oder grade weil ich an die Frühzeit des Multiplayer FPS Gamings erinnert wurde.

 

„Ernsthaft? Krasses Ding“

Um damit auf die Ausgangsfragen zurückzukommen, hält das Spiel dem Hype stand und ist es diesen Vollpreis wert. Und was für mich am überraschendsten ist, ich kann beide Fragen mit einem definitiven „Ja“ beantworten. Das Gesamtpaket ist einfach stimmig und abgerundet, Steuerung, Level, Matchmaking, Grafik, Langzeitspass und Herausforderungen harmonieren einfach wunderbar. Deswegen gebe ich dem Spiel mit voller Überzeugung 92%. Ein würdiger Gold Kandidat.

 

„Das ist ja super.. aber eine Frage hätte ich noch: was ist ein 56k – Modem?“

 

 Publisher: Electronics Arts

Hersteller: Respawn Entertainment

 

Test zu Titanfall (Xbox One) geschrieben am 09. September 2014 von Der_Jo

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