Test: Spintires: Offroad Truck-Simulator

News: Spintires23. Juni 2014 - Spintires, der Offroad Truck Simulator im Test für den PC

Letzte Woche ganz frisch erschienen und schon für euch getestet. Spintires, der Offroad Truck Simulator aus dem Hause Rondomedia. Wie viel Offroad wirklich drin steckt und wie viel Dreck und Schlamm euch die Arbeit erschwert, das lest ihr jetzt. (Spintires: Offroad Truck-Simulator, Videos, Test, Screenshots, Spintires: Offroad Truck-Simulator kaufen)

 

 
Vorab:

Der Download via Steam verlief problemlos, denn das Spiel stellt keine großen Anforderungen an den Rechner, sondern ist sehr genügsam für das was es bietet.


Gameplay:

6 von 10 Startet man das Spiel das erste Mal, so gelangt man nach einem kurzen Intro in das ziemlich übersichtliche Hauptmenü. In diesem kann man ein paar kleinere Einstellungen an Grafik und Sound vornehmen, in den Multiplayer wechseln, mit einer neuen Karte starten, oder dort weiter machen, wo man zuletzt aufgehört hat. Nach dem ersten Start muss man sich für eine der fünf spielbaren Karten entscheiden und auswählen, ob man ein einfacheres Gelegenheitsspiel, oder die knallharte Simulation spielen möchte. Mit einem Klick auf [Spiel starten] gelangt man in das gewählte Umfeld. Dort hört es dann aber auch schon auf. Man bekommt so gut wie keine Information mehr was zu tun ist, geschweige denn wie etwas zu tun ist, sondern wird in die Welt hinein geworfen und sieht außer ein paar erklärenden Sprechblasen nichts. Das hat mich ziemlich überrascht, weil scheinbar vom Spieler erwartet wird, dass er weiß, was das Ziel des Spiels ist. Wenn man die Welt ein wenig erkundet hat, dann geht es zuerst darum, die verdeckten Teile der Karte zu entdecken und somit sichtbar zu machen. Dabei gilt es andere Fahrzeuge und Werkstätten freizuschalten und die eigentliche Mission zu vollbringen. Holzstämme von einem Ort der Karte zu einem anderen Ort zu liefern. Und das durch ein Gelände, was einem gar nichts schenkt. Startet man das Spiel das nächste Mal, dann geht es sofort an dem Ort weiter, wo man aufgehört hat – ohne einen Umweg über das Hauptmenü zu nehmen. Da ich die fehlenden Erklärungen beim Spielstart nicht toll finde und die eigentliche Mission des Spiels doch etwas minimalistisch ist, gibt es hier bloß 6/10.


Atmosphäre und Spielwelt:

9 von 10

Bei einem Truck Simulator erwarte ich große Fahrzeuge mit viel Leistung und diese sind in Spintires zur Genüge vertreten. Zwar sind mir die Modelle aus der Realität nicht bekannt, aber sie sehen richtig, richtig klasse aus. Und sie sind in der passenden Spielwelt beheimatet. Man findet sich in der puren Natur wieder, eine Mischung aus dichtem Wald, einigen eingefahrenen Schneisen, manchmal ein Stück befestigter Straße, Flüssen und Seen und auch einigen Gebäuden.
Die Spielwelt selbst hat eine Größe von vielleicht 3 km², was meiner Meinung nach ausreicht, denn es gibt ja 5 verschiedene Karten. Der Untergrund ist ziemlich wechselhaft und alles Andere als glatt, so wie das Unterholz nun mal ist. Es gibt trockene Abschnitte, matschige Abschnitte, kleine Wasserpfützen, oder eben das komplette Gegenteil davon. Reisende Flüsse durch die man hindurch muss, oder solch tiefe Schlammlöcher, die dich fast gar nicht mehr vorrankommen lassen. So ein hoher Realismus ist echt genial gemacht und da kann man auch über den Fakt hinwegsehen, dass es keine Spielfigur, sondern bloß die Fahrzeuge gibt.
Ein kleines Manko gibt es aber doch, denn die Fahrzeuge nehmen keinen wirklich sichtbaren Schaden. Man sammelt zwar Schadenspunkte während der Fahrten über die unebenen Wege, aber eine Verformung der Karosserieteile ist so gut wie nicht zu sehen. Nur der Balken, der die Schadenspunkte symbolisiert, steigt mit der Zeit. Im Gegensatz dazu sinkt der Treibstoffbalken relativ schnell, was bei den großen Trucks aber auch nicht verwunderlich ist. Sollte der Tank einmal leer und/oder der Schaden an eurem Fahrzeug zu groß sein, dann fahrt am Besten zu einer Werkstatt, die all dies wieder behebt. Die Werkstätten sind leider nicht befahrbar und so bleibt man einfach vor ihnen stehen und wählt die nötigen Arbeiten aus.
Ein kleiner Tipp noch für alle Neulinge: Mit aktivierter Differenzialsperre und Allradantrieb lässt es sich schon wesentlich besser fahren


Steuerung:

8 von 10

Gesteuert wird das Spiel sowohl mit der Tastatur, als auch mit der Maus. Die Tastenbelegung wird beim ersten Spielstart durch die Sprechblasen kurz erklärt, danach aber nicht wieder erwähnt. Man kann jedoch jederzeit noch einmal im Menü nachsehen. Im Hauptmenü wird mit der Maus navigiert und auch im Spiel selber kann man sie manchmal gut gebrauchen. Mit einem Klick der linken Maustaste erscheint der Cursor und man kann Dinge anklicken, z.B. um den Motor zu starten. Mit einem zweiten Klick verschwindet der Cursor wieder und nun kann man die Kamera frei bewegen. Das ist manchmal auch nötig, denn standartmäßig gibt es bloß zwei Kameraperspektiven – eine nach vorne und einen nach hinten. Fahrerkabinensicht ist leider nicht möglich, wäre durch den Untergrund aber sicher auch nicht wirklich vorteilhaft. Bis man den Dreh mit der Steuerung raus hat, vergehen aber schon einige Minuten.


Grafik:

9 von 10Die Grafik des Spiels gefällt mir sehr gut. Der Wald ist wunderbar detailliert dargestellt, die Untergründe passen mit den Pflanzen zusammen, die Fahrzeuge sehen klasse aus, es ist einfach herrlich. Nichts wirkt künstlich, eher das Gegenteil ist der Fall. Und das bei diesen minimalistischen Anforderungen des Spiels – große Klasse. Nur ein paar Kleinigkeiten gefallen mir nicht so gut, so z.B. die flächenhaft liegenden großen und glatten Steine, die auch beim Drüberfahren nicht kaputt gehen, oder der Matsch, bei dem man manchmal nicht zwischen trocken und nass unterscheiden kann und plötzlich fest steckt. Wenn dem so ist, verändert sich der Matsch mit jeder Umdrehung des Reifens, spritzt nach hinten weg und man gräbt sich immer tiefer rein. Auch wenn es dadurch immer langsamer vorwärts geht, meistens kann man sich mit Geduld retten. Das Gleiche gilt für das Wasser, welches einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf den Truck hat. Aber das Beste am Wasser ist dessen Strömungsverhalten und die Effekte generell. Auch hier ist die Realität sehr gut verarbeitet. Anderer kleiner Wehrmutstropfen: die Ladung (Baumstämme) erscheint bei einem Klick auf [Aufladen] aus dem Nichts und ist so starr wie ein Betonklotz. Trotzdem sehen die Stämme gut aus.


Sound:

10 von 10Der Sound entspricht dem, was man von solchen Monstermaschinen erwartet, nämlich viel Leistung und somit einen tiefen und kraftvollen Klang. Da man selbst nicht in die Fahrerkabinen wechseln kann, kann man den Sound auch nicht aus dieser Sicht beurteilen. Die Geräusche der Umwelt sind während der Fahrt fast nicht wahrnehmbar, nur wenn man mal steht, kann man andere Geräusche außer dem Motor wahrnehmen, wie z.B. das Rauschen des Flusses oder Vogelgezwitscher. Schön gemacht.


Fazit:

Wie auch beim Landwirt 2014 war ich bei diesem Spiel am Anfang eher skeptisch. Allerdings muss ich diese Meinung nach einigen Spielstunden komplett ändern, denn das Spiel ist wirklich ordentlich gemacht. Am Anfang fühlt man sich zwar ziemlich überrumpelt und allein gelassen, aber sobald man ein wenig probiert hat, wie was geht, macht es riesigen Spaß im Dreck. Wem würde ich das Spiel empfehlen? Jedem, der eine Alternative zu klassischen Simulatoren sucht und auf eine geniale Grafik wert legt. Außerdem jedem, der mal etwas Neues ausprobieren möchte.

 

Publisher: Rondemedia

Hersteller: Oovee Game Studios

 

Test zu Spintires: Offroad Truck-Simulator geschrieben am 23. Juni 2014 von BassTii

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