Test: NBA Live 15

Test: NBA Live 1502. Dezember 2014 - NBA Live 15 von uns getestet - Aus Fehlern gelernt???

Der David und Goliath Vergleich liegt irgendwie auf der Hand. Auch wenn unser David EA Sports heißt und die bedeutendste Entwicklerfirma für Sportspiele ist. Beim Basketball hat jedoch die Konkurrenz von 2k Sports bisher immer den Heimvorteil gehabt. Wobei der Ausdruck Konkurrenz etwas irreleitend ist, denn in den vergangenen Jahren spielten die beiden nicht einmal in derselben Liga. Wir wollen herausfinden wo die diesjährige Ausgabe von NBA Live 15 steht. (NBA Live 15, Test, Screenshots, NBA Live 15 kaufen)

 

Logo: NBA Live 15 

Steuerung:
Noch bevor der Menübildschirm das erste Mal zu sehen ist, bekommt man eine Einführung in die Steuerung. Die Aktion, die der Spieler ausführen soll wird dabei am rechten oberen Bildschirmrand angezeigt und man wird erst nach erfolgreichem Korbabschluss seiner Pflicht entlassen. Eine Wiederholfunktion wäre an dieser Stelle schön gewesen, denn wenn es „dumm" läuft und der erste Wurfversuch sitzt, bedeutet das noch nicht, dass der Bewegungsablauf verinnerlicht wurde. Die Steuerung unterscheidet sich kaum von dem 2k-Spiel, lediglich Alley-Oop-Pässe, Spielerwechsel und ein paar Feinheiten sind anders. Das soll wahrscheinlich den Umstieg vom Konkurrenten zu EA erleichtern. Was zunächst etwas befremdlich wirkt, geht mit der Zeit immer besser von der Hand.
Auf das Tutorial folgt das entscheidende 7. Spiel aus der hypothetischen Finalserie zwischen den Oklahoma City Thunder und den Cleveland Cavaliers. Ich habe OKC gewählt. Halt! Werdet ihr jetzt vielleicht sagen, ich habe ja noch gar nichts über die Verteidigung geschrieben. Ja so ist das eben. Bei EA scheint man eine „Offense-only" Mentalität zu haben - von der Verteidigung habe ich im ersten Spiel noch keine Ahnung. Und so bekomme ich auch standesgemäß vom King den Arsch versohlt.

Dazu hatte ich auf der getesteten PS4 Version große Probleme mit einer verzögerten Ausführung der Eingabe. Der Wurf wird nicht direkt nach Loslassen der Taste abgeschlossen. Dabei geht es zwar um Sekundenbruchteile, die Verzögerung ist aber spürbar. Ähnlich verhält es sich mit den Pässen. Flüssige Ballwechsel sind, zumindest bei mir, Fehlanzeige. Zum Korb zu ziehen und dann einen Outlet-Pass an den Corner 3 zu spielen gleicht Russisch Roulette.


Menü:

Das Menü ähnelt den anderen EA Sports spielen. Es ist übersichtlich aufgebaut und bietet einen schnellen Zugriff auf die üblichen Spielmodi. Die musikalische Untermalung ist natürlich Geschmackssache, allerdings hatte EA Sports in den vergangenen Jahren auf diesem Gebiet ein gutes Händchen und das setzt sich auch mit NBA Live 15 fort. Der Zielgruppe werden die gewählten R'n'B und Hip Hop Titel wahrscheinlich gefallen, oder sie zumindest nicht stören. Der Abruf von Statistiken in den einzelnen Modi ist etwas umständlich, die detaillierten Informationen über die Spieler sind aber top.


Grafik & Physik:

Die Grafik der Konsolenversion ist naturgemäß eine deutliche Steigerung zu den Vorgängern. Die Darstellung der Gesichter kommt der Realität näher, aber irgendwie will der Funke trotz der neuen Ignite Engine nicht so recht überspringen. Alles ist auf Hochglanz poliert. Wirklich alles! Das verleiht jedem einzelnen Spieler eine wahre Alabasterhaut. Da ist man bei EA wohl ein ganzes Stück vom eigenen Anspruch entfernt.
Über weite Strecken sieht das, was da auf dem Court passiert, ganz gut aus. Aber leider nicht zu 100%. Immer wieder verschwinden ganze Körperteile im Ball und manchmal steuern sich die Spieler so behäbig als seien sie gerade erst aufgewacht. Aufwachen ist ein gutes Stichwort. Das sollten nämlich mal die Spieler in der Defensive, hüben wie drüben. Das Balancing zwischen Offensive und Defensive ist eine riesige Herausforderung, bei der mehr Erfahrung auf jeden Fall hilft.

Die Zuschauer gefallen mir hingegen sehr gut. Überrascht dreinschauende Pappaufsteller gehören zum Glück lang vergessenen Tagen an. So können die Zuschauer ihren Teil zur Atmosphäre beitragen.


Atmosphäre:

Fast wie eine Fernsehübertragung wirkt die Präsentation der Spiele. Ja, auch wenn die Spieler etwas plastisch daherkommen, bei einem kurzen Blick auf den Monitor sieht das schon fast wie ein echtes Spiel aus. Die Kommentatoren können dieses Niveau leider nicht ganz halten, aber als echter NBA-Spieler bekommt man von denen sowieso nichts mit.

Die Halbzeitanalyse während der Spiele ist absolut state of the art! Die Definition von Schlüsselmomenten und -statistiken ist in den meisten Fällen logisch nachvollziehbar und der Umfang der Analyse übertrifft den von 2k bei weitem. Selbst sportartenübergreifend macht NBA LIVE 15 da eine richtig gute Figur.


Dynasty & Karriere:

Mit Jordan-Rising-Star hat die Karriere schon mal einen klangvollen Titel und verspricht viel Glamour. Leider bleibt der Modus blass. Das Gefühl, ich sei jetzt ein NBA-Star und stehe im Mittelpunkt des medialen Interesses, überträgt sich nicht, weil es nicht präsentiert wird.

Der Dynasty-Modus ist eine Karriere als Manager, bei dem man auch selbst mit dem eigens zusammengestellten Team auf „Körbejagd“ gehen kann. Trades gehen bei EA nicht so leicht von der Hand wie bei der Konkurrenz, was aber nicht unbedingt schlecht ist. Allerdings würde in der Realität wohl jeder General Manager seinen mittleren Erstrundenpick im kommenden Draft mit Handkuss abgeben, wenn er im Gegenzug Derrick Rose bekäme. Absolut positiv ist, wie stark sich in diesem Modus personelle und taktische Änderungen auswirken. Obwohl es hier gerne auch noch ein bisschen mehr sein dürfte. Ich will eine Aufstellung nicht nur indirekt über die Verteilung von Minuten in einer Rotation managen.


Fazit:

Es sind viele Kleinigkeiten, die dem Spiel schaden. Wenn man zum Beispiel die Inhalte der Updates erfahren will, muss man auf die Homepage von EA gehen. Das ist sicherlich kein Weltuntergang, fühlt sich aber irgendwie nach einer Gängelei der Spieler an. Im amerikanischen Sportjournalismus gibt es einen Ausdruck für einen Spieler, der das Talent hat, ein Star zu werden, es aber nicht sicher ist, wann und ob das je der Fall sein wird. „He’s one year away from being one year away.“ So ähnlich verhält es sich mit NBA Live 15. Die Serie hat Potenzial ohne Ende, aber in den letzten Jahren machte es nicht den Eindruck als ob EA das Ruder noch einmal herumreißen könne. Und auch wenn es dieses Jahr noch nicht reicht, um die Konkurrenz vom Thron zu stürzen, so dürfen sich alle Basketball Fans auf die kommenden Jahre freuen. Wir Spieler profitieren von jedem Mitbewerber und bei dieser Entwicklung wird NBA Live vielleicht schon nächstes Jahr auf Augenhöhe sein. Dafür müsste aber noch an vielen Schrauben gedreht werden. Dennoch, nach den vielen guten Ansätzen, die wir dieses Jahr von EA zu sehen bekommen haben, stellt sich für mich nur noch die Frage nach dem „Wann“.

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Publisher: EA Sports

Hersteller: EA Sports

 

Test zu NBA Live 15 geschrieben am 02. Dezember 2014 von Markeh

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