Test: MXGP - The Official Motocross Videogame

2News: MXGP8. April 2014 - MXGP (Die offizielle Motocross-Simulation) im Test für den PC

MXGP ist das offizielle Spiel zur Motocross Meisterschaft 2013. Wie viel Spaß es am heimischen Bildschirm macht, eine Crossmaschine nach originalem Vorbild zu steuern und sich mit dieser durch den Dreck der Rennstrecken zu wühlen, das könnt ihr hier erfahren. (Videos, Test, Screenshots, MXGP - The Official Motocross Videogame kaufen)

 

 
Vorab:

MXGP ist genau wie WRC 4 auch aus dem Hause Milestone. Die Parallelen in der Gestaltung sind daher nicht zu übersehen. Beim Start hat man wieder das Einstellungsfenster mit Grafik‑, Sound‑ und Spracheinstellungen und gelangt mit einem Klick auf [OK] ins eigentliche Spiel. Auch hier schließt sich nach dem ersten Start die Profilerstellung an, wobei man den Name und das Aussehen seines Fahrers festlegt. Der ganze Spaß lässt sich natürlich auch im Nachhinein noch ändern.


Atmosphäre und Strecken:

8 von 10 Da das Spiel unter der FIM‑Lizenz läuft, sind alle Strecken die Originalen. Es sind zwar nicht alle der vergangenen Saison enthalten (5 fehlen), aber dafür sind die Strecken selbst ziemlich detailreich umgesetzt und anspruchsvoll beim Fahren. Überall stehen als Begrenzung und zur Orientierung kleine Pfosten am Rand, Werbetafeln finden sich neben der Strecke, und sogar Krankenwagen und Helfer gibt es. Ich denke, auch wenn ich noch nie bei einem solchen Rennen war, dass das soweit auf den Strecken in der Realität auch so zu finden ist.

Ist man dann auf der Strecke unterwegs, so gräbt das Motorrad den Untergrund um, was in Kurven für tiefe Furchen sorgt, die einem auch gerne mal zum Verhängnis werden. Denn wenn man sich hier ein wenig zu stark in die Kurve legt, dann steigt man ziemlich unsanft ab. In diesem Punkt leidet aber der Realismus des Spiels ein wenig, denn die Figur legt sich an einigen Stellen gleich durch die Maschine oder den Untergrund hindurch, anstatt auf diesen liegenzubleiben. Nach ein paar Sekunden wird man wieder zurückgesetzt und kann weiterfahren.

Um die Strecken herum stehen außerdem überall Zuschauer, was für eine realistische Umgebung sorgt und das Rennerlebnis steigert. Wenn man bei einem der vielen Sprünge jedoch einmal falsch abspringt und in die Zuschauer fliegt, dann passiert das Gleiche wie in WRC 4 – man wird (viel zu schnell) zurückgesetzt. Und nicht nur beim Flug in die Zuschauer, nein auch beim Verlassen der Strecke um einige Meter geschieht dies. Dieser Punkt nervt auch bei MXGP ein wenig, da so das Entdecken der Umgebung unterbunden wird.


Gameplay:

9 von 10 Das Spiel möchte einem die Welt des Motocross zeigen und ich finde, das tut es auch ziemlich gut. Dabei lassen sich ganz klare Parallelen zu WRC 4 finden, denn der Menüaufbau und andere Elemente sind 1:1 übernommen, jedoch gibt es mehr Spielmodi. So kann man in MXGP zwischen einem Schnellrennen (Sofortrennen), einem Einzelrennen (gesamtes Rennwochenende) auf einer ganz speziellen Strecke (Grand Prix), einer einzelnen Saison (Meisterschaft), der Karriere, einem Zeitrennen und dem Onlinemodus wählen (gegen 11 weitere Fahrer), was für jeden sicherlich das Richtige bereitstellt. Die im Spiel fahrbaren Klassen sind MX1 und MX2, die MX3‑Serie fehlt.


Steuerung/Fahrphysik:

8 von 10

Die Steuerung des Spiels kann entweder mittels Tastatur oder Controller geschehen und ist im Menü identisch zu WRC 4. Beim ersten Start wird einem die komplexe Steuerung fürs Fahren einmalig erklärt und man muss sich nun selbst erst einmal daran gewöhnen. Denn man steuert das Motorrad und den Fahrer unabhängig voneinander. Hat man es dann aber raus und schafft es, die beiden Dinge (Fahrerneigung und Maschinensteuerung) gleichzeitig zu steuern, dann funktioniert es prima und man steigt auch nicht mehr so oft ab. Ein wichtiger Punkt bei der Lenkung ist, dass man in einer Kurve neben dem Lenken selbst auch noch den Fahrer 'sich mit in die Kurve legen' lassen muss, damit man auch in einem angemessenen Bogen durchkommt. Andernfalls schafft man die teils engen Kurven gar nicht. Neigt man sich dagegen zu sehr und kommt mit einem Pedal in den Dreck, dann fliegt man. Also wirklich ziemlich komplex, aber dafür umso besser gemacht. Ein wenig doof ist bloß, dass man diese beiden Aktionen nicht auf eine Taste legen und somit auch nicht kombinieren kann, obwohl man in Realität doch auch beides gleichzeitig tut. Aber an sich ist es wirklich ziemlich toll gemacht und das Verhalten der Maschine auf dem Untergrund ist auch realistisch. Die Federung nimmt die krassesten Stöße weg und trotzdem kann man noch präzise genug steuern. Auch schön ist, dass man seine Gegner mit wegcrashen kann. Ist zwar nicht fair, aber trotzdem realistisch. Denn wer bleibt schon auf seiner Maschine sitzen, wenn man ihm von der Seite reinfährt? Für die realistische, aber doch ziemlich komplexe Steuerung gibt es: 8/10


 

Grafik:

8 von 10Bei der Grafik erwarte ich bei so einem Spiel, genau wie in WRC 4, Realismus. Da man die Grafik auf unterschiedliche Modi einstellen kann, kommt man da auch ziemlich nah ran. Nutzt man z.B. die VSync‑Funktion seiner Grafikkarte, dann wird das Ganze schon ziemlich fotorealistisch, läuft aber auch nicht mehr richtig rund. Und da mich die dadurch entstandene Trägheit beim Spielen stört, habe ich diese Funktion gleich wieder ausgeschaltet. Nichts desto trotz ist die Grafik nicht von schlechten Eltern.  Man bekommt immer wieder kleine Videoeinspieler, der Untergrund ändert sich beim Überfahren mit den Maschinen und der Dreck fliegt in richtigen Klumpen durch die Luft. Doch bei genauem Hinsehen muss man einige kleine Abstriche machen. So wirken u.a. die Menschen in deinem Umfeld, z.B. deine Mechaniker, schon ein wenig komisch und unnatürlich. Im Gegensatz dazu gefällt mir das Büro, in dem man seine Karriere verwaltet, umso besser. Aber auch hier merkt man klar die Parallele zu WRC 4.


Sound:

10 von 10Der Sound im Spiel entspricht vollkommen dem, was man auch von einem solchen Spiel erwarten kann. Er ist ziemlich genau einer echten Motocrossmaschine nachempfunden. Wer also schon einmal einer solchen Maschine begegnet ist, der weiß, wie sich das anhört und ich würde diesen Punkt als sehr realistisch einordnen. Im Menü gibt es außerdem eine leichte Hintergundmusik, die für mich auch sehr angenehm ist.


Fazit:

MXGP macht nach ein wenig Einarbeitung schon einiges an Spaß. Zwar ist am Anfang die Steuerung echt gewöhnungsbedürftig aufgrund der Komplexität. Hat man die Koordination dann aber erst mal erlernt, dann braucht man gar nicht mehr darüber nachzudenken und hat echt Spaß am Fahren. Wem würde ich das Spiel empfehlen? Jedem Motocrossliebhaber, der gerne mal in die Welt seiner Vorbilder/Idole eintauchen möchte, auch wenn er nicht die finanziellen Mittel dafür hat. Für komplette Neulinge ist es aber echt schwierig und langwierig, sich mit der komplexen Steuerung zu arrangieren.

 

Publisher: Bigben Interactive

Hersteller: Milestone

 

Test zu MXGP - The Official Motocross Videogame geschrieben am 28. April 2014 von BassTii

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Testwertung

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Altersfreigabe

USK00

Genre Screenshots

DiRT 4
ONRUSH
FIFA 17
Madden NFL 17
WRC 6