Test: Mittelerde Mordors Schatten [Xbox One]

Test: Mittelerde: Mordors Schatten21. Oktober 2014 - Mittelerde Mordors Schatten - Wir konnten die Xbox One Version testen

Wie der Titel schon sagt befinden wir uns in Mittelerde, das Land mit Hobbitsen, Gollum, dem Ring, drei Zauberern, Pferdelords, Waldläufern, diversen Elbenstämmen dunkel wie gut, Zwergen, Uruk-hais, Orcs, Tom Bombadil, einem großen schwarzen Auge, Menschen, Drachen usw. usf. Außerdem wird der geneigte Leser dieses Artikels vorgeprägt sein von den Filmen und/oder Büchern. Wie also verhält es sich mit einem weiteren Spiel zu dieser ausufernden Marke?

 

„Yeah Herr der Ringe und Yeah der Hobbit“

Langsam reiten, Pferde kosten Geld. Es spielt zwar in diesem Universum irgendwo zwischen dem Hobbit und Herr der Ringe, führt allerdings neue Charaktere ein (Smeagol/Gollum mal ausgenommen und eventuell die eine oder andere Figur aus dem Silmarillion) und erweitert damit den bekannten Kanon an Pro- und Antagonisten. Den Hardcore Fans da draußen sei gesagt, dass ich all diese Bücher gelesen habe, ist eine Zeitlang her, sollte ich also Fehler beim korrekten in Bezug setzen machen, sei mir das nachzusehen. Falls du liebe/r Leser/in dich jetzt fragst, wie ist das Spiel im Vergleich zu den vorherigen aus dem HdR Universum, kann ich dir keine Antwort dazu geben, denn diese habe ich nie gespielt, ja eher einen großen Bogen darum gemacht, da Film/Buch Adaptionen meistens eher so mittel sind.

 

„Ok.. na wie stehts denn dann mit diesem Spiel an sich? Wie ists denn so?“

Du wirst sicherlich schon ein paar Videos/Bilder dazu gesehen haben und ich muss sagen, es ist doch sehr hübsch gemacht (auf dem PC mit den Ultra-Hi-Res-Texturen noch hübscher). Das Kampfsystem, dass an die neuen Batman Arkham Titel erinnert, ist sehr ordentlich gemacht und das zusammen mit dem Freeroaming Gamplay aus Assassin’s Creed ist eine interessante Mischung und funktioniert gut. Steuerung ist doch präzise. Also was Sound, Grafik, Gameplay angeht alles sehr schön.

 

„Das klingt sehr nach ABER..“

Ja, und zwar, weil das Spiel repetitiver ist als es Assassin’s Creed 1 je war. Dazu kommt eine irgendwie oben drüber gefrickelte Geschichte, die gar nicht mal so schlecht ist, mich aber nicht wirklich zu begeistern vermag. Apropos Geist, wir spielen Talion einen Waldläufer, der inklusive seiner Familie von Schergen Saurons dahingemeuchelt wurde. Damit nicht genug wir wurden vom Tod verstoßen und machen uns jetzt mit Hilfe eines alten Schmiede Elben Geistes daran endgültig Ruhe zu finden. Soweit so gut. Der Geist kann in uns hineinschlüpfen und wir können per Knopfdruck in die Geisterebene wechseln. Und dann geht’s auf ins Uruk Schnetzeln.

 

„Klingt doch nicht verkehrt“

Ja und jetzt kommen die Probleme, die ich mit dem Spiel habe. Wir sind von Anfang ziemlich mächtig und können uns und unsere Waffen über ein Skillsystem noch mächtiger ausbauen. Soweit so gottgleich. Dennoch wird’s gegen Uruk Horden mit grob 30 Gegnern dann doch wieder ungemütlich und man stirbt gerne mal (was zu einer Beförderung des Uruks im Nemesis Gegnersystem führt). Da frage ich mich, warum kann ich überhaupt sterben, ich bin doch schon tot und quasi ein Geist. Ich wüsste jetzt nicht, dass einer der Nazgul (jaja die Geschichte mit dem Hexenkönig von Angmar und Eowyn) von einem dahergelaufenen Bauern/Kämpfer auch nur irgendwas zu befürchten gehabt hätte. Dazu kommt, dass unser Talion aus dem Stand seine 3fache Körpergröße nach oben springen kann, das hat selbst Lara in Tomb Raider 1 nicht geschafft. Das hinterlässt beim Spielen einen komischen Nachgeschmack und motiviert auch nur bedingt zum Weiterspielen.

 

„Oh, na das hätte ich jetzt so nicht gedacht, und was ist das mit dem Nemesis System?“

Das Nemesis System führt dazu, dass ein beliebiger Uruk, wenn er uns getötet hat, befördert werden kann und dann uns verbessernde Runen fallen lassen kann und uns mehr Punkte zum Skillen bringt, wenn wir ihn darnieder strecken. Das macht das ganze Spiel dynamischer und auch in den Nebenquests durchaus interessanter. Auch wird das Spiel somit für jeden Spieler ein anderes. Im späteren Spielverlauf können wir Uruks für unsere Seite gewinnen und gegen die böse Seite kämpfen lassen. Eine zugegebenermaßen schicke Idee.

 

„Und was ist jetzt die Moral der Geschichte?“

Mittelerde Mordors Schatten ist ein sehr solides und gut gemachtes Action Adventure das sich aus anderen bekannten Spielen großzügig bedient (dass das funktionieren kann, hat ja Darksiders schon gezeigt), sieht wirklich gut aus (man hat wohl auch mit Peter Jacksons WETA Workshop zusammengearbeitet) und macht nichts falsch. Es funktioniert wirklich sehr gut. Allerdings hat es eben auch die oben beschriebenen Unzulänglichkeiten. Das Nemesis System bringt dem Ganzen noch eine interessante Komponente. Die Frage ist ob das Spiel J.R.R. Tolkien gefallen hätte, der in seinen Büchern Kriegsschauplätze und Meucheleien nur am Rande und oder sehr kurz erwähnte. Ich hab da so meine Zweifel. Nichts desto weniger, ist das Spiel doch ein ziemlich netter, gut gemachter Franchise Titel, der sich 82% verdient hat.

 Publisher: Warner Bros. Interactive Entertainment

Hersteller: Monolith Productions

 

Test zu Mittelerde: Mordors Schatten (Xbox One) geschrieben am 21. Oktober 2014 von Der_Jo

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