Test: Escape Dead Island [Xbox360]

Test: Escape Dead Island04. Dezember 2014 - Escape Dead Island - Spieletest (XBOX 360)
Escape Dead Island von Fatshark ist ein open world-iger Zombie Metzler veröffentlicht für die Xbox 360, PS3 und PC. Das ganze gemischt mit survival horror Elementen. Es versteht sich eher als Spin Off der bisherigen Dead Island Releases. Was also taugt die Third Person Schleich- Shoot- Melee Orgie in Cell Shading Optik, oder zumindest was denkt unser Tester darüber. Leicht gemacht hat es ihm das Spiel allerdings nicht, in vielerlei Hinsicht. (Escape Dead Island, Videos, Lösung, Test, Screenshots, Escape Dead Island kaufen)

 

„Uiuiuiui, das klingt ja geheimnisvoll!“

Beginnen wir am Anfang. Das Spiel geht gut los, in wir ein maskierter Ninjaverschnitt mit Katana infiltrieren eine geheime Basis auf der Insel Banoi. Dort müssen wir einen Maulwurf finden und töten, in einer Geopharm Fabrik. Soweit so gut. Natürlich geht dann alles sehr schnell den Bach hinunter und wir müssen beginnen uns gegen Zombies zu verteidigen und finden uns verfolgt von „etwas Großem“ wieder. Bevor wir auch nur ansatzweise begreifen was passiert, wird der Bildschirm schwarz und wir finden uns sechs Monate später auf einer Yacht wieder und beobachten drei junge Menschen (einmal weiblich mit großen Brüsten, einmal männlich und ein Drecksack und dem Typen der eigentlich mit all dem nur bedingt etwas zu tun haben möchte, aber wohl der einzige mit Kapitänspatent ist) die „der Story“ hinterherjagen. Schnell wird klar wir spielen den Drecksack (der mir von Anfang an direkt unsympathisch ist), landen auf einer Nachbarinsel von Banoi mit dem Namen Narapela und dort scheint nach kurzer Zeit auch festzustehen, dass hier was mächtig schief läuft so im zombietechnischen Sinne.

 

„Ich entnehme deinem ersten Absatz, dass du die Vorgänger nicht gespielt hast?“

Jau dem ist so. Und das hat Gründe, einerseits kamen zu dieser Zeit immer Spiele raus, die mich mehr interessierten und zum zweiten kann ich mit dem ganzen Zombie Genre relativ wenig anfangen. Das soll nicht heißen, dass ich das komplett ignoriere, Telltale’s Walking Dead Version, World War Z, Resident Evil 1 [Spiel wie Film] sind Beispiele für ziemlich Tolles bis Grandioses in dieser Richtung. Der geneigte Leser mag jetzt fragen, warum ausgerechnet ich dann dieses Spiel teste, na man muss ja auch mal über seinen Schatten springen. :-) . So und dann kann ich ja schon mal direkt mit ein paar Kritikpunkten ansetzen, weil wir grade so schön kuschlig bei Zombies sind: Warum zum Geier können mir Zombies ohne Arme (dafür hab ich gesorgt) genauso viel Schaden zufügen wie die Version mit Armen? Das gibt keinen Sinn und nein hier lasse ich das „Das ist aber ein Videospiel-Argument“ nicht gelten. Die Idee des Spiels aber, dass Zombies vor lauter Langeweile andere Zombies essen find ich gut, bringt auch Spannung rein, wenn man erst sehen muss, wer denn vom potentiellen Kopfspaltmaterial wieder aufsteht.

 

„Moment ich war kurz abgelenkt, als ich nebenbei den Metacritic Score für die 360 Version dieses Spiels sah… Soo übel? Sieht doch gar nicht so aus.“

Achja Metacritic, vergiss doch was dort steht und lies hier noch weiter. Bevor ich das Spiel lobe muss ich aber auch noch einiges an Ärger oder Unbill loslassen. Da verbessere ich meine Waffen und das einzige was passiert ist, dass ich die Gegner ein halbes Mal weniger treffen muss, das ist echt wenig hilfreich. Cell Shading find ich ja persönlich gut, wenn die Texturen dazu passen und nicht nach dem ersten Unreal von 1998 aussehen. Guck dir mal an was Telltale so zaubert Fatshark, die haben auch nicht soviel Geld zur Verfügung, oder die Cell Shading Version von Prince of Persia [egal was ihr da draußen über die Sands of Time Reihe denkt, der Comic-hafte Prinz war echt lustig und spassig zu spielen]. Pflanzen die beim drauf zu laufen wachsen, ernsthaft, das muss nicht sein. Auch nicht sein muss, wenn ich schleiche und einen Meter neben mir ein Geländer ist, dass die Meldung kommt ich dürfe hier nicht aufstehen. Oder das Gefangenwerden zwischen Bäumen und der einen Meter daneben befindlichen Wand, das ist unschön Fatshark. Ich musste den Level neuladen deswegen. Aus unerfindlichen Gründen können wir nicht hüpfen als Gegenleistung können wir aber auch nicht von Kanten fallen auch wenn diese nur 10cm hoch sind. Die Steuerung dagegen funktioniert da habe ich keine Aussetzer oder Schlimmeres bemerkt. Einen hab ich noch, ich weiß, die 360 ist alt, das ist aber kein Grund für Tearing bei durchfliegenden Standbildern oder sinnlos langen Ladezeiten für marginale Levelabschnitte.

 

„Ich las jetzt nicht wirklich einen Kaufgrund in dem obigen Abschnitt, klingt ja schon irgendwie nach nem kaputten Spiel oder viel viel zu schnell produzierten Spiel.“

Oder zu lange produziert, Ja Duke Nukem Forever ich blicke in deine Richtung, dass du mich 14Jahre für DAS hast warten lassen! Sorry ich war grade abgelenkt. Zurück zum Guten in dem Spiel was mich ehrlich gesagt auch ein bisschen bis sehr begeistert hat. Escape Dead Island (ist das eigentlich ein Imperativ oder vermisse nur ich das „from“) versucht ziemlich viele coole Dinge der Medienlandschaft der letzten Jahre aufzugreifen. Ich fühlte mich etwas erinnert an den Tomb Raider Reboot, Dead Rising, The Evil within (und damit auch ein wenig an Resident Evil) dem guten alten Rune (die älteren werden sich erinnern), ja sogar Sunset Overdrive bzw. der Batman Serie mit Adam West (nicht wegen Anti-Hai-Spray) aufgrund der in Comic Schrift gehaltenen Einblendungen, wenn unser gespielter Unsympath Lärm erzeugt. Und nicht zu Letzt an LOST, diese großartige Brainfuck Serie, wo man sich immer mal dachte „was zum Geier passiert hier grade“. Und solche Momente hat das Spiel auch, gut auf einer Insel, auf der seltsame Dinge vorgehen, liegt der Schluss nahe. Und die Fundstücke, die gesucht werden können, lösen zwar teilweise das Rätsel machen aber manchmal die Verwunderung auch nur größer. Großer Pluspunkt auch, dass das Spiel schön bunt ist (nicht irre quietsche Bunt wie Sunset Overdrive), aber bunt genug, dass mich die Zombies nicht stören :D.

 

„Also das Spiel hat technische Mängel aber prinzipiell gute Ideen? Das macht eine Entscheidungsfindung zum Kauf nicht einfacher?!“

In der Tat und eine Wertung umso schwerer. Was den Kauf angeht: Wenn ihr es euch irgendwo mal leihen könnt oder antesten dann macht dies. Allen anderen, die mit Genre, der Spielereihe oder jetzt nach dem Test irgendwas anfangen können, würde ich ernsthaft raten noch ein wenig auf eine Preissenkung zu warten. Und jetzt zu dir liebe/r Leser/in für die nur Zahlen auf einer Skala mit beliebigen Maximalwert interessant sind, ich hoffe du hast nach dem Metacritic Score dies hier doch noch gelesen und wankst etwas an deiner Zahlengläubigkeit. Aber wie immer werde ich dich nicht enttäuschen und dir eine liefern, die dieses Budget Spiel verdient trotz seiner Mängel und wegen seiner guten Ideen: 70%. Knapp die Bronze Krone, aber auch nur weil ich mir dachte, das ist zum Teil so schlecht, das ist schon wieder gut.

 

„Der Herr Tester da schau her, in ein paar Zeilen, das Werk von vielen kaputt machen wollen“

Guck dich mal im Interwebs um. Das machen andere, ich versuche hier eher zu retten was zu retten ist und für ein B-Movie Äquivalent eines Spiels ist das eine ziemlich passende Wertung, denn nichts desto weniger machts halt auch schon so ein bisschen Spaß.

 

 Publisher: Deep Silver

Hersteller: Deep Silver

 

Test zu ESCAPE Dead Island (Xbox 360) geschrieben am 04. Dezember 2014 von Der_Jo

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