Test: Der Landwirt 2014 (Platin Edition)

01News: Der Landwirt 2014. Juni 2014 - Der Landwirt 2014 (Platin Edition) im Test für den PC

Der Landwirt 2014 ist eine Alltagssimulation aus dem Hause UIG Entertainment und möchte dem Spieler die Aufgaben eines Landwirtes näherbringen. Wie gut das gelingt und wie viel Spaß das Bestellen der Felder macht, das lest ihr jetzt. Wir haben die neu erschienene Platin Edition bekommen und für euch getestet. (Der Landwirt 2014, Videos, Test, Screenshots, Der Landwirt 2014 kaufen)

 

 
Vorab:

Der Download von Steam verlief problemlos und machte wenig Arbeit. Beim anschließenden Start des Spiels kam ich mir ein wenig an WRC 4 und MXGP erinnert vor, denn es begegnet Einem zuerst ein Einstellungsfenster. Hier hat man die Möglichkeit, die Grafik und die Steuerung auf seinen Rechner anzupassen und mit einem Klick auf [Das Spiel starten!] geht's los.


Atmosphäre und Spielwelt:

3 von 10

Im Spiel gibt es, wie in den meisten Simulatoren, nur eine einzige steuerbare Figur – nämlich dich selbst. Dabei sieht man die Welt aus der Egoperspektive, kann diese im Traktor sitzend aber auch mal verlassen. Die Spielfigur zu ändern ist nicht möglich, meiner Meinung nach aber auch nicht nötig. Die Spielwelt ist global betrachtet ein wenig bevölkert, denn es gibt andere Menschen und auch KI‑Fahrzeuge. Dies macht die Spielatmosphäre zwar ein klein wenig wärmer, aber generell ist alles eher auf Abstand gehalten. So bleiben die KI‑Fahrzeuge schon meterweit vor dir stehen, obwohl du nur auf deiner Spur fährst und gar nicht auf Kollisionskurs bist. Sollte es dann doch mal krachen, bewegt sich bis auf deinen eigenen Traktor gar nichts. Keine KI‑Fahrzeuge, keine Menschen, kein Zaun und auch kein Baum. So viele feste und unkaputtbare Gegenstände sind mir lange nicht mehr in einer Spielwelt begegnet. Hier leidet der Realismus. Außerdem wird die Interaktion mit Anderen, genau wie das Betreten von Gebäude überbewertet und ist nicht möglich. Die Spielwelt an sich wirkt an manchen Stellen auch ein wenig lieblos eingerichtet, denn die Straßen und das ganze Terrain passen nicht immer zusammen.


Gameplay:

7 von 10 Startet man das Spiel, so gelangt man zuerst in die Profilauswahl, wo man sich ein Profil erstellen, wählen, oder löschen kann. Hat man dies getan, gelangt man in ein nächstes Menü. Hier gibt es dann die zwei eigentlichen Spielmodi Karriere oder freies Spiel zur Auswahl, oder man erfreut sich an noch mehr Einstellungsmöglichkeiten. Das freie Spiel ist zum Anfang eigentlich ganz nett, da man die Welt auf eigene Faust erkunden kann und so einen ersten Eindruck des Spiels bekommt. Allerdings fehlen einem komplett die Erklärungen wie man etwas tut, oder was es zu beachten gilt. Man kann grundsätzlich zwischen den zwei Spielwelten Frankreich und USA wählen, wobei die Ladezeit nach der Auswahl nicht zu unterschätzen ist. Der eigentlich richtige Modus des Spiels ist die Karriere. Nach dem Start dieser bekommt man eine sehr schön detaillierte Einführung ins Spiel und lernt die Steuerung und Funktionsweisen der Fahrzeuge kennen. Außerdem fängt gleich die Praxis, also das Leben als Landwirt, an, denn man lernt Felder zu pflügen, zu kultivieren und zu säen – und was es eben sonst noch drum herum zu tun gibt. So muss man z.B. erst sein Saatgut kaufen, hilft Nachbarn aus der Klemme und verdient sich so ein wenig Geld zusätzlich. Man kann das Spiel an manchen Stellen aber auch ungemerkt austricksen, indem man sich z.B. eben kein Geld von der Bank leiht, obwohl das die nächste Aufgabe ist, und wird dafür noch nicht einmal zurückgepfiffen. Das finde ich nicht wirklich toll. Die Arbeit auf dem Feld würde ich noch nicht einmal als langweilig, sondern eher als monoton, einzustufen. Es macht mir durchaus Spaß in aller Ruhe über die Felder zu fahren und diese zu bewirtschaften.


Steuerung:

10 von 10

Gesteuert wird im Spiel mit der Tastatur bzw. einem Gamepad, im Menü hingegen mit der Maus. Die Tastenbelegung ist logisch aufgebaut und nach der ersten Erklärung im Karrieremodus auch weiterhin klar. Karte auf [M], Kamerawechsel auf [C], Bewegung der Spielfigur mit [W] [A] [S] [D], Bewegung der Fahrzeuge mit den Pfeiltasten, das Klassische eben. Bis auf einen etwas überempfindlich lenkenden Traktor gibt es hier nichts zu meckern


 

Grafik:

7 von 10Die Grafik des Spiels ist mit der Grafik heutiger Neuerscheinungen nicht zu vergleichen. Muss sie aber auch nicht. Bei einer Simulation sollte zwar schon alles ziemlich realistisch gestaltet sein, aber Fotorealismus erwarte ich nicht. Und deshalb kann ich dem Spiel auch hier nichts Negatives vorwerfen. Man erkennt die Dinge der Spielwelt intuitiv und findet sich schnell zurecht – so wie das sein sollte. Die Felder ändern nach jeder Bearbeitung (Pflügen, Kultivieren, etc.) ihr Aussehen, wodurch man gut erkennt, was schon bearbeitet wurde und was es noch zu bearbeiten gilt. Einziger Wermutstropfen bei der Feldarbeit: die Rückspiegel des Traktors funktionieren nicht, sondern bleiben grau. Hier würde ich mir schon einen Blick nach hinten wünschen, damit ich weiß, welchen Abstand ich zur vorherigen Bahn halten muss und dafür nicht immer die Kameraposition zu wechseln brauche. Des Weiteren ist mir ein Bug begegnet, bei dem auf einmal die Wiese neben der Straße verschwand und ich ins Bodenlose fiel. Dabei wurde der Traktor immer schneller und schneller und ich hatte keine Möglichkeit, das ganz zu beenden/aufzuhalten und wurde auch nicht zurückgesetzt. Ist man da einmal rein geraten, dann darf man wieder beim letzten Speicherpunkt anfangen. Uncool.


Sound:

10 von 10Der Sound entspricht dem, was man von Landmaschinen erwarten kann. Im Traktor hört man den Motor sehr deutlich und beim Verlassen des Traktors kehrt wieder Ruhe ein. Ein paar Tiergeräusche, wenn man mal am Stall vorbeikommt, andere Tiergeräusche wie Vögel o.ä. und ansonsten eine angenehme Hintergrundmusik. Das passt, schön gemacht.


Fazit:

Auch wenn ich am Anfang von dem Titel nicht unbedingt begeistert war, muss ich sagen, dass es doch eigentlich schon Spaß macht mal hinters Steuer eines Traktors und anderer Landmaschinen zu steigen. Wenn das Leben eines echten Landwirtes wirklich so entspannt sein sollte, dann frage ich mich, wieso dieser Beruf so wenig Ansehen hat und als hart eingestuft wird. Wem würde ich das Spiel empfehlen? Jedem der gerne mal etwas Einfaches und Ruhiges spielen möchte und ein klein wenig Monotonie und Langsamkeit nicht verkehrt findet. Wer hingegen auf Action steht, der sollte sich etwas Anderes suchen.

 

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Publisher: UIG Entertainment

Hersteller: UIG Entertainment

 

Test zu Der Landwirt 2014 geschrieben am 01. Juni 2014 von BassTii

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