Test: Cities: Skylines

Test: Cities: Skylines08. April 2015 - Cities: Skylines im Test für den PC
Einmal Bürgermeister sein und die Stadt deiner Träume bauen? Gut, das kennen wir schon durch SimCity. Doch wie sich die Konkurrenz schlägt und ob Citites: Skylines vielleicht das bessere SimCity ist, das erfahrt ihr jetzt. Hier könnt ihr ebenfalls erfahren, wem wir das Spiel problemlos empfehlen können. Viel Spaß beim Lesen - und dann beim Spielen! (Cities: Skylines, Videos, Test, Screenshots, Cities: Skylines kaufen)

 

- kurzes vorneweg

Der Download von Cities: Skylines verlief problemlos und viel schneller als sonst, da das Spiel im Gegensatz zu Sim City bloß magere 2 GB groß ist. Da gibt es also schon mal einen Pluspunkt.


Gameplay:

9 von 10

Beim Start des Spiels gibt es zur Abwechslung mal kein Intro, sondern sofort einen Auswahldialog. Man kann mit dem Spiel fortfahren, eine Stadt laden, sich Statistiken ansehen, oder eben eine neue Stadt beginnen. Dazu wählt man sich eine Region aus, in der man gerne bauen möchte, erhält dabei ein paar Infos bezüglich der Infrastruktur, vergibt einen Namen und fängt dann an zu bauen. Ein Tutorial ist mir leider nicht unter gekommen, nur manchmal tauchen Hinweise auf, die meiner Meinung jedoch mehr zufällig sind, als einem System zu folgen. Man wird quasi ins kalte Wasser geworfen. Aber das ist schon okay, denn das Spielprinzip und –ziel in Cities: Skylines ist das Gleiche wie in SimCity. Baue deine eigene Stadt, kümmere dich um die Belange der Bürger und sieh ihr beim Wachsen zu. Soweit nichts Neues.

 

Beim Betrachten der leeren Karte fiel mir aber sofort auf, dass die Gebiete scheinbar größer sind als die beim Konkurrenten. Außerdem kann man sich, anders als bei der Konkurrenz, weitere Nachbargebiete dazukaufen und somit seine Stadt expandieren lassen. Das gefällt mir sehr, da man dies in SimCity nicht konnte und somit schnell an die Grenzen der Stadt stieß. Und beim Neuanfang einer neuen Stadt kam der ganze Spaß noch einmal auf einen zu. Dann doch lieber ein zusammenhängendes Gebiet, als viele kleine Einzelne.

 

Hat man die ersten Straßen gebaut, Gebiete ausgewiesen und die Grundversorgung hergestellt, so kommen mit der Zeit Erweiterungen hinzu. Überschreitet man eine gewisse Bevölkerungszahl, dann erhält man die nächsten Dinge. Am Anfang gibt es wirklich nur das Nötigste. Keine Feuerwehr, keine Polizei, keine Schule, …, das kommt alles erst nach und nach.

 

Das Menü ist sehr ähnlich zum schon Bekannten gehalten und erlaubt auch all die Dinge, die man gewohnt ist. Am unteren Rand gibt es die verschiedensten Baukategorien und eine Übersicht, welche Gebiete (Wohn‑/Gewerbe‑/Industriegebiete) gerade gefragt sind. Steuern für die einzelnen Gebiete festlegen geht natürlich auch hier und links finden sich die Übersichtskarten zu Verkehr, Feuergefahr, Wind u.ä.. Und wenn den Bürgern etwas unter den Nägeln brennt, so erfahrt ihr es über das Twitter‑Vögelchen in der oberen Bildschirmmitte. Als Bürgermeister der Stadt könnt ebenfalls Verordnungen erlassen, wie z.B. Wasser oder Strom zu sparen, ein Rauchverbot in allen Gebäuden, Feuermelderpflicht einführen oder einen kostenlosen Nahverkehr ermöglichen.

 

Und das ist wohl der größte Unterschied zu SimCity: das umfangreiche Angebot an Infrastruktur. Es gibt sehr viele verschiedene Straßentypen, vom Feldweg bis zur sechsspurigen Einbahnstraße, ein tolles ÖPNV‑Angebot, Personen‑ und Frachtterminals für Schiffe, sowie nach langer Spielzeit auch einen Flughafen. Aber das Genialste gegenüber SimCity ist wirklich der ÖPNV, denn hier hat man die Wahl zwischen Bussen, U‑Bahnen und Personenzügen. All diesen kann man eigene Routen, Namen und Farben zuweisen (was dann auch durch die Fahrzeugfarbe erkennbar wird) und sie anschließend bei ihren Fahrten beobachten. Dazu gibt es einen Verfolgermodus, bei dem die Kamera auf das Fahrzeug zentriert ist und man kann so den exakten Linienverlauf miterleben, inklusive der sich ändernden Passagierzahlen an den Stationen. Gleiches ist auch bei allen anderen Fahrzeugen der Stadt möglich und macht mir einen riesigen Spaß. Wohin fährt denn gerade die Feuerwehr? Wie ist der Arbeitsweg dieses Bürgers, oder wie lang dauert es eigentlich bis das Müllauto voll ist? Einfach draufsetzen und mitfahren. Klasse.

 

Der Verkehr an sich gefällt mir in Cities: Skylines deutlich besser, denn große Straßen sind bei Weitem nicht so schnell zugestaut wie bei der Konkurrenz und alle Fahrzeuge bewegen sich in meinen Augen geordneter. Und wenn mal ein Güterzug oder ein Frachtschiff am Containerterminal ankommt, so fahren dort auch gleich eine ganze Menge Autos und LKWs raus.

 

Im Unterschied zu SimCity gibt es jedoch leider kein Rathaus, keine Bürgeraktionen (z.B. ein Feuerwerk veranstalten) und keinen Handel zwischen den Städten, aber das tut mir nur wenig weh. Wenn man die beiden Spiele jetzt noch zusammenbringen könnte, dann wäre es die geilste Städtesimulation überhaupt.


Grafik und Atmosphäre:

9 von 10Die Grafik von Cities: Skylines ähnelt sehr stark der Grafik von SimCity, jedoch erscheint sie mir nicht ganz so bunt und übertrieben, was mir besser gefällt. Des Weiteren gibt es einen sehr großen Zoombereich und einen tollen Fernblick bei flacher Kameraposition. Die Atmosphäre ist nach wie vor schön und deshalb gibt es hier die gleiche Wertung wie schon im letzten Jahr


Steuerung:

10 von 10Gesteuert wird das Spiel fast ausschließlich mit der Maus, wobei man die Tastatur auch manchmal zur Hilfe nehmen muss. Denn Straßen auf verschiedenen Höhen zu bauen oder Fahrzeuge und Linien umzubenennen, dafür benötigt man ein paar Tasten extra. Zoomen wie immer mit dem Mausrad, drehen mit der mittleren Maustaste und im Raum bewegen durch die Bildschirmkanten – ziemlich einfach. Verlegt man Straßen, Rohre oder platziert Häuser, so geschieht dies mit der linken Maustaste, die rechte bricht das dann wieder ab. Manchmal hilft auch die [Esc] Taste, aber das funktioniert nicht immer. Die Steuerung passt gut zu den Anforderungen des Spiels und ist schnell erlernt, deshalb volle Punktzahl.


Sound:

10 von 10Ein bisschen Hintergrundmusik und bei starkem Zoom auch Verkehrsgeräusche, Hupen, Sirenen – die typischen Stadtgeräusche eben. So wie das sein soll. Allerdings erscheinen mir die Sirenen manchmal ein wenig laut.

 


Fazit:

Cities: Skylines ist einfach ein tolles Spiel und braucht sich hinter Sim City gar nicht zu verstecken. Mir macht es sogar mehr Spaß, da man nicht so beschränkt in der Größe der Karte ist und einfach immer weiter expandieren/zusammenhängend wachsen kann. Über Ostern habe ich einige Stunden im Spiel verbracht und meine Stadt ist jetzt schon ordentlich groß. Mehrere Expansionen liegen hinter mir und wie immer: man merkt die Zeit gar nicht, die beim Spielen drauf geht. Wem würde ich das Spiel empfehlen? Jedem der mit Sim City und EAs Ver(schlimm)besserungen nicht zufrieden ist bzw. war, oder auch all jenen, die gerade Lust auf ein neues Spiel haben und ihre eigene Stadt ohne Grenzen bauen wollen. Das Einzige was fehlt, ist der Online Modus.

 

Publisher: Paradox Interactive

Hersteller: Colossal Order

 

Test zu Cities: Skylines geschrieben am 08. April 2015 von BassTii

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