Test: Battlefield: Hardline

Test: Battlefield Hardline13. April 2015 - Battlefield: Hardline für PC getestet
Einige Battlefield-Fans haben lange darauf gewartet, um das nächste Highlight von EA endlich spielen zu können. Diesmal sollte keine Kriegssituation dargestellt werden, geplant waren actiongeladene Situationen mit ganz viel Krimi-Spannung. Ob Hardline eine gelungene Battlefieldergänzung ist und ob es sich lohnt, lest ihr hier in unserem diesmal etwas kürzeren Test. (Battlefield Hardline, Videos, Test, Screenshots, Battlefield Hardline kaufen)

 

 

Menüführung/Gameplay:

„Die Hauptstory des Spiels stellt einen ziemlichen Bruch zur klassischen Battelfieldreihe dar“…so denken Viele – nicht Alle. Eine Wertung für solch einen Fakt ist natürlich immer sehr subjektiv aber damit müsst ihr leben, wie mit der neuen Battelfieldstory. Der Wechsel von Schlachtfeld zu Straßenkampf ist an sich gar nicht so drastisch, da auch andere Battelfieldteile immer Häuserkämpfe und Infiltrationsmissionen enthielten. Aber diesmal ist man halt kein Soldat im Kreuzverhör des CIA sondern ein Cop im Drogenkampf und klassischer Rückblende-Story. Die Kommunisten wurden durch Drogenkartelle ersetzt und nun ja … ballern und Mumbeln nachladen ist auch geblieben. Im Großen und Ganzen ist der Bruch nur ein Kratzer an der Oberfläche. Wenn wir bei Battelfield Möhren ernten müssen und Kühe melken, dann sprechen wir uns nochmal bezüglich des Bruches.

 

Nun aber Butter an die Möhren. Battlefield Hardline wirkt auf den ersten Eindruck irgendwie etwas plump und actionlos. Allerdings hat sich das mit jeder Spielminute geändert. Man muss wohl erst einmal dahinter kommen, wie man sich bei den verschiedenen Spielmodi verhält. Die Vorgehensweise innerhalb der Modi ändert sich völlig, im Gegensatz zu wirklichen Kriegsspielen, wie Battlefield 3 bzw. 4. Bei manchen Modi erschließt sich der Sinn auch nicht recht. Hier wäre vor allem „Hotwire“ zu erwähnen, in welchem man nur durch schnelles Fahren Punkte bekommt und der Wagen nach der Zerstörung, ohne Verzögerung, wieder spawnt. Aber wenigstens kommen einige Erinnerungen an Need for Speed wieder hoch und trösten über das Gröbste hinweg.

 

Die Designs der Waffen- und Klassenmenüs sind gut gelungen. Sie erinnern trotz kleiner Veränderungen an Battlefield 4. Das Waffenarsenal wurde auf Straßenkampf getrimmt und unterscheidet sich erfrischend von den klassischen Kriegsshootern. Bei den Visieren wurde leider etwas weniger akribisch gearbeitet, hier ist man von Battelfield 4 besseres gewohnt. Nach dem Freischalten von Waffen und deren Attachments muss weiterhin Ingame Geld verdient werden. Nur damit kann der eigene Avatar die Waffen nutzen. Dies ist definitiv ein Pluspunkt in  Bezug auf „Dranbleiben und weiterzocken“.


Atmosphäre:

Nick Mendoza der für korrupt befundene Ex-Cop rödelt munter in einem Knasttransporter durch die Wüste und erzählt dem Wärter von seinem Leben. Smaltalk vertreibt halt die Zeit. Hier beginnt jedenfalls der Einstieg in die Story. Wie immer mit einer atemberaubend einfallslosen Rückblendesoße… Bitte Bitte Bitte,…Bitte, liebe Shooterentwickler denkt euch doch mal einen anderen Geschichteneinstieg aus. Immer irgendwelche Typen im Verhör mit Erinnerungen auf freiwilliger oder semifreiwilliger Basis…es nervt. …Tschuldigung ein Anfall von Subjektivität, mal wieder.

 

Der Fairness halber sei gesagt die Story nach der Rückblende ist gut gemacht. Düster, spannend, blutig - alles was der Shooter-Enthusiast braucht, mit einer Prise von Intrige. Die Karten in Battelfield Hardline sind wirklich gut gelungen. Sie wirken authentisch. Auch das Sichern von Beweismitteln und der Analysemodus wirken stimmig. Die Polizeiarbeit wirkt vielleicht nicht vollendet realistisch aber actionreich. Realistisch wäre wohl nach der Mission noch 2 Stunden Protokolle schreiben zu müssen. Kurz und gut: Es macht Spaß und unterhält, leider etwas geradlinig mit viel Kino ohne Handlungsoptionen.

 

Das Spiel schafft es auf 9 bis 11 Stunden Spielzeit und am Ende ist man doch froh, dass man es hinter sich hat. Durchschnitt für das Genre und dies bezieht sich auf das gesamte Spiel.

 

Es sei noch angemerkt, dass auch die Entwickler von Battelfield Hardline bei der modernen Fahrzeugelektronik mit ihrem Latein am Ende sind. Beim Police-Interceptor bspw., geht die Sirene an während die Blinklichter aus sind und sobald man sie anschaltet verstummt die Sirene. Man könnte natürlich wieder auf Realismus und „that‘s life“ plädieren.


Grafik und etwas Sound:

Die Ingamegrafik ist gut aber keine wirkliche Verbesserung zu Battelfield 4. Die Videosequenzen sind gewohnt gut und fügen sich bündig in die Story ein. Kleine Details z.B. Drehzahlmesser oder Tachoanzeige in Fahrzeugen sind durchaus schön anzuschauen aber halt kleine Spielereien. Hätte man mal lieber mehr Wert auf die Handlungsfreiheit des Spielers gelegt, um Mehrwert zu generieren.

 

Die Unterscheidung zwischen den verschiedenen Gegnern und Freunden ist manchmal etwas problematisch, da beispielsweise die Police-Jacke der Cops denen der Gangster sehr ähnlich ist. Dies kommt vor allem bei weit entfernten Zielen zum Tragen. Aber wir wollen das mal als Realismus werten, denn wer erkennt schon alle seine Kumpels in 200m Entfernung.

 

Der Sound ist satt, die Stimmen gut und die Atmosphäre wird davon ordentlich transportiert. Auch Waffen klingen, für Menschen die Waffen nur aus Spielen kennen, wie Waffen. Nur die Musik in Autos und Häusern wirkt mit der Zeit störend. Sie lenkt etwas vom Spielgeschehen ab und wiederholt sich immer wieder.


Fazit:

Alles in allem ist Battlefield Hardline ein gelungenes Spiel, welches etwas an Counter Strike erinnert. Für Balleraction ist es allemal gut geeignet. Aber es tritt aus dem Mittelfeld des Genres nicht heraus. Dafür ist die Story zu geradlinig und die Handlungsoptionen der Spieler zu beschränkt. Die Abwechslung vom „Kriegsgeballer" ist nicht schlecht, die Kombination von Kulisse und Spiel-Story weiß zu gefallen. Der Battelfieldfan kann beruhigt zugreifen sofern er die Fähigkeit des Substituierens beherrscht. Ersetze Drogenkartell mit Feindnation und Cop mit Soldat. Kugeln bleiben Kugeln.

 

Publisher: Electronics Arts

Hersteller: Electronics Arts

 

Test zu Battlefield Hardline geschrieben am 13. April 2015 von Davkon

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