Test: Alien Isolation

Test: Alien Isolation22. November 2014 - Alien Isolation - Nun auch von uns getestet

Nach zahlreichen Spielen um die Alien Saga verspricht Isolation endlich die Atmosphäre des wohl beliebtesten, ersten Teils aufzufangen und zu transportieren. Ob dies dem Spiel gelungen ist, könnt ihr in unserem Test erfahren. Natürlich wurden aber auch die klassichen Punkte wie Grafik, Sound und Steuerung näher betrachten. Viel Spaß beim Lesen und dann beim Spielen. (Alien: Isolation, Videos, Test, Screenshots, Alien: Isolation kaufen)

 
Intro:

Nach zahlreichen Spielen um die Alien Saga verspricht Isolation endlich die Atmosphäre des wohl beliebtesten, ersten Teils aufzufangen und zu transportieren. Während man bei Colonial Marines in die Rolle der aus Alien 2 bekannten pathetischen Marines (game over man, game over!) schlüpft und auf eher ungeschickte Aliens ballert, tritt man bei Isolation sozusagen direkt in Ellen Ripleys Fußstapfen. Diese erfährt nach knapp 60 Jahren Cryoschlaf, zu Beginn des zweiten Alien Films, dass ihre Tochter Amanda (Amy) Ripley einsam verstorben ist. Ein trauriges Ende für die Protagonistin, doch in dieser Zeitspanne hat ihr das Verschwinden der Mutter keine Ruhe gelassen. Und genau hier kommt der Spieler ... ins Spiel.


Gameplay I:

10 von 10Sehr viel Aufmerksamkeit hat man den gestalterischen Details geschenkt. Das Innere des Schiffs erinnert stark an die Nostromo und viele Kleinigkeiten wie die wippenden Trinkvögel oder das reichhaltige Sortiment an Müsli lassen sich auf Tischen und Konsolen wiederfinden und erfüllen das Fanherz mit einer gewissen Nostalgie. Auch die zahlreichen Logs, die sich in den Terminals lesen lassen, spannen ein erweitertes Universum rund um die alte Crew um Kane (oder Caine?) und den Konzernen neben der großen Weyland-Yutani. Selbst die milchblütigen Androiden, ohne die keiner der Filme auskam, gehören hier zum Inventar. Zur Grundausstattung gehört natürlich auch der Bewegungssensor mit seinem unverwechselbaren Klang und Aussehen und natürlich seiner Funktion: die Lokalisation ungewollter Besucher auf dem Schiff.


Gameplay II (Vorbereitung ist alles):

Sobald es zur Konfrontation mit dem Xenomorph kommt wird vor allem zu Beginn gerannt. Die Zahlreichen Korridore erstrecken sich zu einem Labyrinth und sind nur noch spärlich beleuchtet, weiße Schwaden steigen von den Wänden und legen sich zu Boden und jeder Container in Bodennähe wird zunächst mitgenommen und erzeugt mehr Geräusche. Diese wiederum locken den Jäger zu seiner Beute, also ist man bestens bedient unnötige Bewegungen zu vermeiden. Im späteren Verlauf nutzt man diese gezielt als Lockmittel um dem Jäger selbst Fallen zu stellen und sich so Zeit zu verschaffen und sich mit dem Schicksal der eigenen Mutter vertraut zu machen. Gespeichert wird automatisch in neuen Bereichen oder bei Bedarf bei entsprechenden Terminals mit speziell dafür vorgesehenen Datenträgern, die begrenzt zur Verfügung stehen und den Spieler zweimal überlegen lassen ob sich der aktuelle Spielstand wirklich lohnt.


Steuerung:

8 von 10Der Spieler bewegt sich in Ich-Perspektive durch Tunnel, Schleusen und andere Stationen. Dabei können die meisten Objekte zwar frei bewegt werden, zum Beispiel durch Kollision, jedoch werden tatsächlich interagierbare Bereiche farblich hinterlegt. Solche sind Schlösser, Computer oder Aufbewahrungsboxen in denen sich Gegenstände befinden, die dem leider eher unübersichtlichem Inventar hinzugefügt werden können und beispielsweise zu einem späteren Zeitpunkt mithilfe eines Craftingsystems zu Überlebenswerkzeugen zusammengeschustert werden können. Diese sind auch bitter nötig, denn das Schiff bietet nur begrenzt viele natürliche Hindernisse für den außerirdischen Verfolger.


Grafik:

8 von 10Was bereits beim Vorspann auffällt, ist das "VHS-Kriseln". Dieser nette Effekt, der nochmals das 80er-Feeling verstärken soll, lässt sich allerdings stufenlos verstellen und auch abschalten. Die Grafik ist auf jeden Fall auf dem aktuellen Stand, wobei die Umgebung und die Technik aussehen als stammen sie von vor drei Jahrzehnten. Dampf und Feuer wirken äußerst real und räumlich ausgedehnt. Die Beschaffenheit der Oberflächen ist deutlich an den Texturen zu erkennen und schafft den markanten Unterschied zwischen technischen und organischen Gebilden. Ein hoher Grad beim Antialiasing ist wärmstens zu empfehlen, da die anderweitig ziemlich starke Figur-Grund-Trennung zu viel Atmosphäre nimmt. Leider erscheinen Personen außerhalb der Zwischensequenzen recht starr: Die Gestik ist schwach ausgeprägt und die Mimik umso mehr, den Gesichtern sind kaum emotionale Zustände abzulesen.


Sound:

10 von 10Der Soundtrack und die Tonkulisse scheinen direkt dem "Unheimlichen Wesen aus einer fremden Welt" von 1979 entnommen zu sein und harmonieren hervorragend mit der retrofuturistischen Umgebung sowie mit den knallharten Verfolgungssequenzen. Das Voice-Acting der einzelnen Charaktere empfindet man durchgängig als angenehm und umfasst bekannte Akzente. Für ein besonders intensives Spielerlebnis empfehlen sich Stereokopfhörer. Jedes Geräusch, das man erzeugt steigert die Erwartung auf die bevorstehende Konsequenz und die Spannung bei einem fremden Geräusch ist umso höher wenn man versucht es zu orten und rechtzeitig zu reagieren.


Fazit:

Endlich ein Spiel, das sich dem ursprünglichen Alien von Ridley Scott als würdig erweist. Dieses Spiel ist etwas, was Dead Space bereits geschafft hat, und Alien längst hätte sein sollen. Frei nach dem Werbeslogan des ersten Alien Films: Im All hört dich niemand schreien.

Award-Gold-90-klein

PublisherSega

Hersteller: Sega

 

Test zu Alien: Isolation geschrieben am 22. November 2014 von Nikki

Test vom


              


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