Test: American Truck Simulator

Test: American Truck Simulator11. Februar 2016 - Seit zwei Wochen draußen und schon intensiv getestet - der American Truck Simulator

Der American Truck Simulator ist der neueste Wurf aus dem Hause SCS Software und quasi das amerikanische Pendant zum Euro Truck Simulator. Was den Spieler dabei erwartet und wo die Unterschiede zum europäischen LKW Fahren sind, das erfahrt ihr jetzt. (American Truck Simulator, Test, Screenshots, American Truck Simulator kaufen)

 

 
Lieferumfang und kurzes vorneweg:

Am Tag des Erscheinens erhielt ich ein frisches, neues Spiel, welches wie aus dem Laden in einer eingeschweißten Hülle daher kam. Diesmal war es keine große Spezialhülle, wie damals beim ETS, aber das muss ja auch nicht sein. In der Hülle befindet sich eine Installations CD, die jedoch mal wieder nur den Download über Steam veranlasst. Also schnell den Code für das Spiel eingegeben und Steam machen lassen. Der Download dauerte nicht sonderlich lange, dennoch reichte die Zeit aus, sich schon einmal auf Amerika einzustimmen und die netten Bildchen auf der Verpackung zu betrachten. Neben der CD war nicht viel mehr zum Spiel dazu, bloß noch ein Kärtchen mit etwas Werbung und dem eigentlichen Spielcode.
Beim Start des Spiels merkt man dann sofort die Ähnlichkeit zum Euro Truck Simulator 2. Sehr ähnliches Intro, gleiches Design der Spielelemente – naja logisch, wieso das Rad auch neu erfinden?


Gameplay:

9 von 10

Wie schon im ETS 2, wird man auch im American Truck Simulator sofort an die Hand genommen, wenn man dies wünscht. Beim ersten Spielstart darf man sich ein eigenes Spielerprofil anlegen, seine Firma, den Namen und das bevorzugte LKW Design angeben und dann die Steuerung wählen.
Hat man sich für eine der vielen Auswahlmöglichkeiten entschieden, so bekommt man auch schon den ersten Auftrag. Dieses Intro erklärt Einem, wie man LKW fährt, ist jedoch vollkommen unnötig, wenn man bereits im ETS aktiv war. Für Neulinge natürlich trotzdem absolut zu empfehlen.
Nach dieser Einführung wartet dann das eigentliche Ziel auf den Spieler: LKW fahren und dabei Geld für eine eigene Firma verdienen. Auf dem Weg dahin darf man die ganze Spielwelt entdecken, seine Fähigkeiten ausbauen und somit irgendwann auch die gefährlichsten Ladungen transportieren und sich natürlich so oft man will mit der Polizei anlegen :D
Nach einiger Zeit ergibt sich die Möglichkeit, eigene Trucks zu erwerben bzw. die eigene Firma zu gründen. LKW-Marken scheint es dabei genau zwei zu geben. Entweder fährt man einen Peterbilt, oder einen Kenworth. Doch das heißt nicht, dass es nur zwei LKWs gibt. Von beiden Herstellern gibt es mehrere verschiedene Modelle.


Atmosphäre und Spielwelt:

8 von 10 Die Spielwelt im ATS beschränkt sich derzeit auf die beiden US Bundesstaaten Kalifornien und Nevada, welche jedoch später noch mindestens um Arizona erweitert werden sollen. In den beiden Staaten findet man neben den bekannten Städten LA, San Francisco und Las Vegas auch weitere Städte, die man evtl. schon einmal gehört hat. Beispielsweise Sacramento, Frenso, oder Eureka.
Dazwischen gibt es schön gestaltete Landschaften, die die Fahrt nicht langweilig werden lassen und auch in etwa dem entsprechen, was man sich unter Amerika vorstellt. Mal ein paar kahle Abschnitte und Wüsten, an anderen Orten dann wieder schönes Grün und abwechslungsreiches Terrain.
Im Unterschied zum ETS fiel mir die tolle Belebung der Spielwelt auf. Neben den schon bekannten Zügen und Flugzeugen, die Einem manchmal begegnen, gibt es in diesem Spiel auch andere Elemente, die die Spielwelt zum Leben erwecken. So fliegen Militärjets an Einem vorbei, mal rollen Strohknäule über die Straße und an anderen Stellen sind Heißluftballons am Himmel. Das gefällt mir schon. Außerdem kann man nachts des Öfteren Sternschnuppen sehen.
Ein weiterer Unterschied zum Fahren auf europäischem Boden sind natürlich die Trucks und die Straßen. Schon bei der ersten Fahrt im Spiel merkt man den Unterschied im Verhalten zu den LKWs im ETS. Während die europäischen Trucks einen recht kurzen Radstand haben und somit sehr agil sind, so sind die amerikanischen Trucks das komplette Gegenteil. Langer Radstand und dadurch ziemlich träge in den Kurven, was an einigen Stellen ein ziemliches Kriechen über die Straßen bedeutet. Amerikanische LKWs scheinen trotzdem schneller fahren zu dürfen, was mich echt überrascht hat. Denn während die LKWs im ETS bei 90 km/h abgeriegelt sind, können die amerikanischen Trucks mit gut 80 Meilen/h dahinknallen. Das macht gut 120! km/h und ist ziemlich ordentlich. Schön deutlich umgesetzt ist auch der direkte Vergleich zwischen den Tempobestimmungen in Kalifornien und Nevada. Sobald man das Schild der Staatengrenze passiert hat, gelten andere Geschwindigkeiten. In Nevada ist schnelleres Fahren erlaubt, als in Kalifornien.
Die Geschwindigkeit sollte sowieso nie aus den Augen verloren werden, denn im Gegensatz zum ETS wird man im ATS von der Polizei gerne mit einer Strafe für zu schnelles Fahren belegt. Generell fahren einige Polizeiautos im Spiel rum, was im Euro Truck Simulator absolut nie der Fall war.
Was sonst noch zu sagen wäre: die Fahrt auf amerikanischen Highways ist recht entspannt und ohne viele Kurven, die Landschaften sind schön gestaltet und die Straßen bestehen meiner Meinung nach nicht so häufig aus vorgefertigten Blöcken, wie es mir im ETS erscheint. Die bekannten Städte sind anhand einiger markanter Punkte erkennbar, auch wenn es an manchen Stellen etwas mehr sein dürfte (bspw. der Strip in Las Vegas). Die kurvenreichen Straßen, die es manchen Stellen (bspw. nach Eureka) gibt, machen echt Spaß zu fahren und mit Gegenverkehr wird das Ganze schon ein wenig knifflig. Aber da braucht man wenigstens etwas fahrerisches Können. Auch schön sind die neuen Parkpositionen, die es im Spiel gibt. So kann man sich bei der Ankunft beim Kunden immer zwischen zwei Parkpositionen entscheiden und rangiert nicht immer im gleichen Muster. Unverändert sind leider die nicht vorhandenen Schadensmodelle, oder auch der Stau, den es einfach nicht zu geben scheint.


Steuerung:

10 von 10

Die Steuerung der LKW kann erneut mit allen bekannten Mitteln geschehen. Ob Tastatur und Maus, Lenkrad mit oder ohne Pedale, Joystick, Gamepad, vollkommen egal. Die Möglichkeiten werden alle unterstützt. Auch Kombinationen sind möglich, denn Gamepads oder Lenkräder haben ja meist nicht genug Knöpfe, um alle (nötigen) Funktionen des Spiels zu belegen. In meinem Fall ist deshalb die Kombination aus Gamepad, Tastatur und Maus ideal. Sehr schön gemacht!

 


 

Grafik:

9 von 10Die Grafik des Spiels scheint die Selbe wie im ETS zu sein. Fotorealismus wie in GTA erwarte ich nicht (obwohl das schon mal geil wäre :D), doch es ist trotzdem alles schön gestaltet und korrekt wahrnehmbar. Eine Skalierung und andere grafische Einstellmöglichkeiten sind ebenfalls wieder vorhanden und ermöglichen die Anpassung an das eigene System. Lags sind mir bis jetzt noch nicht begegnet, alles läuft flüssig und konstant ohne Einbrüche.

 


Sound:

9 von 10Der Sound im Spiel entspricht genau dem, was man von LKWs und anderen Verkehrsteilnehmern gewohnt ist. Im Truck hört man den Motor sehr deutlich (logisch, man sitzt ja direkt drauf) und beim Perspektivwechsel nimmt man dann auch die anderen Verkehrsteilnehmer wahr. Außerdem hat man die Möglichkeit eigene Musik mit ins Spiel einzubauen oder auf Webradios zuzugreifen, was mir gut gefällt und auch super funktioniert. Das passt.


Wem würde ich das Spiel empfehlen?

Den ATS kann ich allen begeisterten LKW Fahrern uneingeschränkt empfehlen, da er quasi die nächste Entwicklungsstufe des Euro Truck Simulators darstellt. Auch ein Umstieg auf die amerikanischen LKWs macht mal Freude und von daher finde ich es nicht verkehrt, in beiden Welten unterwegs sein zu können. Mods ermöglichen natürlich ein ähnliches Gefühl auch im ETS, von daher müsst ihr selbst entscheiden, ob ihr umsteigen wollt. Für Neulinge im Simulationsgenre finde ich das Spiel super geeignet, auch wenn es nur den Ersatz zu einem echten LKW bietet.

 

Publisher: Buschbaum-Media

Hersteller: SCS-Soft

 

Test zu American Truck Simulator geschrieben von BassTii

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